Stendal l Wie die Volksstimme berichtete, plant der Niedersächsische Fußballverband (NFV) die Fortsetzung der Saison 2019/2020 nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen im September.

NFV-Vereine kritisieren Entscheidung

Bei den Vereinen in den Kreisen Wolfsburg und Gifhorn kommt dies nicht so gut an. Die Aller-Zeitung und die Wolfsburger Allgemeine Zeitung haben dazu eine Umfrage gemacht: „Für mich sollte die Saison abgebrochen werden, so dass man ab dem 1. September mit einer neuen starten kann. Wenn man den Vorschlag des NFV nehmen würde, hätten Spieler, die ab Sommer in der A-Jugend spielen würden, möglicherweise nur ein Jahr dort. Das halte ich als Vorbereitung auf den Herrenbereich für dramatisch“, wird Georgios Palanis, Trainer des Landesligisten SSV Kästorf zitiert.

Ralf Ende, Coach des Bezirksligisten MTV Gamsen: „Ich bin sehr verwundert, wie vom NFV so ein Vorschlag kommen kann, wenn vorher schon die Mehrheit für einen Abbruch war. Außerdem finde ich, würde man viel zu früh handeln. Ich halte die Idee für problematisch, man kann nicht wirklich planen.“ Giampiero Buonocore (Trainer des Landesligisten Lupo/Martini Wolfsburg): „Für mich ist das Quatsch. Dann müsste man garantieren, dass die Vereine die Saison mit den selben Mannschaften zu Ende spielen - aber was ist mit Studenten oder Spielern, die sich beruflich verändern und umziehen und nicht mehr dabei sind? Das ist eine Wettbewerbsverzerrung.“

Telefonischer Austausch in Sachsen

In Sachsen hat es eine Telefonkonferenz der 13 Kreis- und Stadtverbände gegeben. Dabei gibt es eine Tendenz, aber noch keine Entscheidung. Die Mehrheit hat sich für ein Auslaufen der Saison zum 30. Juni 2020 ausgesprochen. Die Saison über den Juli hinaus zu verlängern, sei „keine praktikable Option“, gibt Hermann Winkler, Präsident des Sächsischen Fußball Verbandes, das Stimmungsbild wieder.

Bei einer Umfrage im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) sind 75 Prozent für einen Abbruch.