Stendal l Die Freude ist riesig gewesen. Mit dem 4:2-Sieg gegen den Brandenburger BC Süd hat Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal am Sonntag den ersten Saisondreier eingefahren. „Als ich heute früh aufgewacht bin, habe ich gedacht, der Tag hat sich gegen mich verschworen. Zwei Spieler haben sich noch krank abgemeldet, der eine oder andere schon am Sonnabend. Da habe ich geglaubt, das darf nicht wahr sein. Wir haben ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust und müssen Akteure spielen lassen, die ewig nicht mehr gespielt haben. Ich habe die Mannschaft aber in die Verantwortung genommen und sie hat das überragend gemeistert. Ich habe deutlich gesagt, dass wir drei Punkte brauchen, sonst wird sich das eine oder andere hier auch einmal ändern müssen. Die Mannschaft hat mit eigener Verantwortung das Ding gerissen“, freute sich Lok-Trainer Daniel Fest auf der Pressekonferenz nach dem Sieg.

Aus der Stammelf gegenüber der Vorwoche fehlten gleich vier Spieler: Kevin Dagnet (schwere Bänderdehnung), Kapitän Philipp Groß (Schulterverletzung, genaue Diagnose steht noch aus) sowie Vincent Kühn und Martin Krüger (erkrankt).

Wie aber die jungen Akteure (Johannes Mahrhold, Tim Seidel-Holland und die Breda Zwillinge), die neu ins Team rückten, frei aufspielten, hat nicht nur beim Trainer das Herz höher schlagen lassen.

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Mahrhold überzeugt

Besonders Mahrhold war neben Tim Schaarschmidt und Sebastian Hey ein Fels in der Brandung. Alle drei Abwehrspieler sorgten dafür, dass Bryan Giebichenstein im Tor fast nichts zu halten hatte. Der schmeichelhafte Elfmeter und das Kopfball-Gegentor waren da nur ein Kollateralschaden.

Mit dem Angriffswirbel in der ersten Halbzeit hat Lok den Gegner völlig überrascht. Nach einer 3:0-Führung war die Partie eigentlich schon entschieden.

Am Ende war es auch für Daniel Fest ein glücklicher Tag, da spielte es auch kurzzeitig keine Rolle, dass sich mit der (unnötigen) roten Karten für Marcel Werner wohl (fast) alles am Sonntag gegen Lok verschworen hatte.