Rudolstadt l Für den 1. FC Lok Stendal ging es zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Oberliga Süd zum Tabellennachbarn FC Einheit Rudolstadt. Das Spiel verlief allerdings alles andere als ausgeglichen.

Lok Stendal gewinnt Hinspiel

Für den Aufsteiger aus der Altmark hätte der Rückrundenstart kaum schlechter laufen können. Im Aufeinandertreffen mit dem FC Einheit Rudolstadt kamen die Stendaler arg unter die Räder, ganz anders als noch im Hinspiel, das der 1. FC Lok Stendal mit 2:0 für sich entschieden hatte.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an das Kommando in dieser Partie, welche aufgrund der widrigen Bedingungen auf einem Kunstrasenplatz ausgetragen wurde. In den ersten zehn Minuten war jedoch auf beiden Seiten je eine Chance zu vermelden, die die Führung hätte bedeuten können.

Rudolstadt hat Vorteile

Die leichten optischen Vorteile münzte Rudolstadt schließlich nach einer Viertelstunde in den ersten Treffer um. Lukas Schirrmeister überwand Lukas Kycek im Stendaler Tor.

Nach gut einer halben Stunde nahm das Übergewicht der Hausherren mehr und mehr zu, auch die Tormöglichkeiten wuchsen in ihrer Anzahl. Folgerichtig versenkte Benjamin Bahner in der 34. Spielminute den Ball zum 2:0 im Stendaler Tor.

Vorentscheidung zur Pause

Was danach mit der Lok-Defensive geschah, ist allerdings ein Rätsel: Dem Aufsteiger kam die Zuordnung vollkommen abhanden, Rudolstadt konnte sich fast unbedrängt in den Sechzehner kombinieren. So folgten noch zwei Treffer von Raul Victor Xavier Amaro zum 4:0-Halbzeitstand, der bereits die Vorentscheidung bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel gewann Stendal zunächst etwas an Stabilität, Torgefahr verbreiteten die Altmärker aber weiterhin nur selten.

Rudolstadt baut Führung aus

Als 20 Minuten im zweiten Spielabschnitt vergangen waren, meldeten sich die Gastgeber wieder in der Offensive zurück und konnten ihren Vorsprung weiter ausbauen. Nach einem unübersichtlichen Gedränge infolge eines Freistoßes am Stendaler Strafraum kam Arne Reetz plötzlich an den Ball und konnte ihn, noch unhaltbar abgefälscht, zum 5:0 im Tor unterbringen.

Erneut erholten sich die Lok-Kicker nicht schnell genug von diesem Rückschlag und kassierten mit der nächsten gefährlichen Aktion den nächsten Gegentreffer. Raul Amaro schnürte in der 68. Spielminute seinen Hattrick.

Ein kleiner Trost für die Stendaler war der Ehrentreffer vom eingewechselten Lukas Breda, der durch den insgesamt schwachen Auftritt des Teams von Sven Körner aber nur nebensächlich in Erinnerung bleiben wird.

Den Schlusspunkt unter dieses torreiche Spiel setzten dann konsequenterweise wieder die Hausherren, für die Benjamin Bahner zehn Minuten vor dem Ende seinen zweiten Treffer des Nachmittags bejubelte.

Mit diesem 7:1-Kantersieg zieht Rudolstadt in der Tabelle am 1. FC Lok Stendal vorbei und befreit sich aus seiner Mini-Krise. Die Thüringer waren in den letzten drei Partien nämlich ohne Punkt geblieben. Für Stendal geht das Warten auf einen Sieg hingegen weiter, mit dem heutigen Spiel ist der Aufsteiger nun schon sieben Begegnungen ohne Dreier.

Tore: 1:0 Schirrmeister (15.), 2:0 Bahner (34.), 3:0 Amaro (36.), 4:0 Amaro (42.), 5:0 Reetz (64.), 6:0 Amaro (68.), 6:1 Breda (70.), 7:1 Röppnack (81.).

FC Einheit Rudolstadt: Max Bresemann - Lukas Schirrmeister, Mateusz Szymanski, Arne Reetz, Marco Riemer, Benjamin Bahner, Philipp Röppnack, Raul Victor Xavier Amaro, Thomas Thönnessen, George Seturidze, Sven Rupprecht.

1. FC Lok Stendal:  Lukas Kycek - Franz Erdmann (74. Petro Alergush), Philipp Groß, Martin Gebauer, Niclas Buschke (79. Benjamin Bubke), Steven Schubert, Benedikt Nellessen, Max Salge (62. Lukas Breda), Tim Schaarschmidt, Johannes Mahrhold, Martin Krüger.

Schiedsrichter: Ronny Walter (Christopher Gaunitz, Daniel Kresin).