Tangermünde l Am 4. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel I, hat der FSV Saxonia Tangermünde auf eigenem Platz gegen Heide Letzlingen unerwartet deutlich 9:0 (3:0) gewonnen. Damit haben die Elbestädter zum Burgfest einen Kantersieg eingefahren, mit dem niemand vorher gerechnet hat, schließlich war der Staffelsieger der Vorsaison in der Kaiserstadt zu Gast.

Saxonias Trainer Steffen Lenz hatte seinen gesamten Kader beisammen, auf der Auswechselbank saßen acht Spieler, die er alle ohne Qualitätsverlust hätte einwechseln können.

Saxonia mit starkem Start in die Partie

Vielleicht lag es auch an diesem Fakt, dass die elf Tangermünder auf dem Feld heiß wie Frittenfett waren. Bereits die erste Chance saß. Pascal Lemke verwandelte nach Zuspiel von Patrice Boehm, der sich über rechts durchsetzte, im zweiten Anlauf zum 1:0. Kurz darauf gab es eine Kopfball-Dublette. Florian Stark legte vor und Rosario Schulze nickte ein. Kein Letzlinger sprang mit hoch.

Damit war die Partie eigentlich schon durch. Die erfahrenen Heide-Kicker wirkten ratlos und hatten Glück, dass nicht Martin Doerjer und Lars Korte kurz darauf weitere Tore für die Platzherren schossen. Vor der Pause langte Saxonia aber noch einmal zu. Erneut war Lemke, in der ersten Halbzeit überragend, erfolgreich. Mit diesem 0:3-Rückstand zur Pause waren die Westaltmärker noch gut bedient.

Aber sofort nach dem Wechsel klingelte es zweimal im Heide-Kasten: Schulze und Korte räumten alle leisen Zweifel an einem Heimsieg aus.

Gastgeber weiter in Torlaune

Danach war Letzlingen natürlich bedacht, nicht noch mehr unter die Räder zu kommen. Die Gäste machten das Spiel langsam und wollten das Angriffsfeuer der Tangermünder in den Griff bekommen. Das klappte aber fast überhaupt nicht. Die Heide-Abseitsfalle schlug oft nicht zu, so dass Schulze locker das 6:0 gelang. Auch beim 7:0 war Boehm völlig frei. Gegen Ende der Partie war dann der eingewechselte Alexander Klitzing noch zweimal erfolgreich.

„Tangermünde hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Durch die zwei schnellen Gegentore ist dann das passiert, was unserer Mannschaft eigentlich nicht passieren darf“, erkannte Dirksen Höft, Trainer von Letzlingen, die am Sonnabend klare Überlegenheit des Gegners an.

„So wie sich das Spiel entwickelt hat, waren wir dann in einem Lauf, in einem Rausch drin. Es gab von Anfang an keinen Zweifel, wer das Spiel gewinnen wollte. Man sieht, welche spielerischen Elemente in diese Mannschaft stecken. Es waren teilweise sehr schön herausgespielte Tore. Mit so einem Ergebnis war natürlich nicht zu rechnen, natürlich wird es uns weiter Auftrieb geben, wir werden aber weiter hart arbeiten“, sagte Saxonias Trainer Steffen Lenz.