Stendal l Kurz vor Weihnachten stellen sich so einige Eltern die Frage: „Was schenke ich meinem Nachwuchs?“

Fußballschiedsrichter werden

Vor gut einem Jahr hatten es die Eltern von Max Goroncy weitaus einfacher. Für Max gab es einen großen Wunsch: Fußballschiedsrichter zu werden. Seine Eltern standen diesem Wunsch zunächst skeptisch gegenüber, da Max neben der Schule aktiv beim Post SV Stendal Fußball spielt, bereits einige Kleinfeldspiele dort leitete und zudem teilweise die Schiedsrichter bei Heimspielen betreute. Doch ihrem Sohn diesen Wunsch auszuschlagen, brachten sie nicht übers Herz und gaben ihre Zustimmung an der Schiedsrichterausbildung im Januar 2018 in Klietz teilzunehmen.

„Den Anwärterlehrgang habe ich in guter Erinnerung. Er war sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. Zudem war es sehr interessant die Ausbilder persönlich kennenzulernen, denen ich vorher lediglich als Spieler gegenüberstand“, so der 17-Jährige. Gut ein Jahr oder 63 Ansetzungen später schaut Max auf viele tolle Erfahrungen zurück: „Man lernt viele Sportplätze und Menschen, sogar Freunde kennen. Unter den Schiedsrichtern herrscht ein sehr gutes Klima“. Besonders positive Eindrücke haben bei Max einige Spiele wie zum Beispiel sein erstes Jugendspiel als Schiedsrichter in der B-Jugend zwischen Kreveser und Bismark/Berkau hinterlassen.

Name kein Unbekannter

Es ging sogar bis ins Elfmeterschießen. Ebenso blieb das gut besuchte Kreisligaspiel zwischen Staffelde und Tangermünde II vor mehreren hundert Zuschauern, bei dem er Marc Jensen zur Seite stand, prägend in Erinnerung. Der Name „Goroncy“ ist im Fußballkreis kein Unbekannter mehr, da beim Post SV Stendal Vater Jörn als Vorstandsmitglied, A- und C-Jugendtrainer und sein Onkel Rico als Vereinsvorsitzender fungiert. „Besonders dankbar bin ich über die Unterstützung und Hinweise von vielen erfahrenen Schiedsrichtern im ersten Jahr. Die Hinweise von Amin Hamidi und Karsten Fettback haben mir geholfen“, so Max Goroncy.

Auch im Umgang mit den meisten Spielern und Vereinsverantwortlichen zeigt er sich bereits geübt und kommt so nach dem Spiel oft sachlich ins Gespräch. „Zu negativen Erfahrungen ist es bis jetzt nicht gekommen“, so der Stendaler. Für das Schiedsrichterwesen sind solch junge, motivierte und zuverlässigen Jungschiedsrichter Gold wert. „In den vergangenen Monaten gab es viele positive Rückmeldungen zu Max Goroncy“, gibt Schiedsrichterausschussvorsitzender Michael Müller an.

Mitspieler überzeugt

Im Sommer hat Max mit Marvin Krebs einen weiteren Mitspieler von Post Stendal motiviert sich zum Schiedsrichter ausbilden zu lassen, welcher jetzt auch aktiv als Unparteiischer im Fußballkreis unterwegs ist. Sollte bei jemandem das Interesse bestehen selbst Schiedsrichter zu werden, kann sich gern bei Michael Müller unter 0170/3280513 oder michi-mue@gmx.net für den nächsten Lehrgang vom 25. – 27. Januar 2019 in Klietz angemeldet werden. Gegenwärtig liegen bereits die ersten Anmeldungen für diesen Lehrgang vor.

Die Plätze sind begrenzt. Für Max Goroncy ist klar: Seine Vorstellungen zum Schiedsrichterwesen haben sich erfüllt. „Ich habe sehr viel Spaß, am Wochenende unterwegs zu sein und die Fußballregeln auf den Plätzen durchzusetzen“. Eines wollte Max dann nicht verraten - nämlich was er sich in diesem Jahr zu Weihnachten wünscht.