Stendal l Er erlernte das Fußball-ABC in Stendal. Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach nach der Partie mit dem 25-Jährigen.

Volksstimme: Herr Tille, 2:0 in Stendal gewonnen, da ist es sicher schön, wieder in der alten Heimat zu sein, oder?

Niklas Tille: Ja, das ist sehr schön. Arbeitsbedingt komme ich nicht mehr so oft hierher. aber nach so einem Spiel freut man sich umso mehr, wieder hier zu sein und alte Kumpels auf dem Platz zu treffen. Das hat schon Spaß gemacht.

Wer sind denn die alten Kumpels, die in dieser Partie für Lok Stendal gespielt haben?

Mit Johannes Mahrhold oder Niclas Buschke habe ich früher zusammengespielt.

Wie lange haben Sie in den Stendal gespielt?

Bis zur D-Jugend, aber mit einigen anderen Fußballern bin ich auch zur Schule gegangen.

Wer waren in Stendal ihre Trainer?

Albrecht Strohmeyer, der leider schon verstorben ist, war mein erster Trainer. Dann noch Fritz Krummbein und Lothar Reuter.

Nach der D-Jugend sind Sie dann zum VfL Wolfsburg gegangen?

Genau, dann bin ich mit Paul Seguin (spielt heute in der 2. Liga bei SpVgg Greuther Fürth, Anm. d. Red.) nach Wolfsburg gegangen. Von Wolfsburg später nach Rostock.

Ihre Mannschaft hat in Stendal 2:0 gewonnen, wie haben Sie das Spiel insgesamt gesehen?

Nach der ersten Halbzeit durfte sich Stendal über ein 0:0 freuen. Ich denke, nach den ersten zehn Minuten müssen wir schon 4:0 führen. Wir haben es aber nicht gepackt, das Ding reinzumachen. Kurz nach der Pause machen wir dann so ein Eierding aus dem Nichts rein. Danach haben wir uns etwas schwer getan, aber alles in allem geht der Sieg in Ordnung.

Ihre Mannschaft wurde von vielen Rostocker Zuschauern unterstützt. Ist das immer so oder nur heute hier in Stendal?

Ich denke, durch die Corona-Zeit haben viele Fans jetzt wieder richtig Bock auf Fußball.Gestern haben sie die Profis unterstützt, dann finde ich es geil, dass sie Bock haben, um am Sonntag noch nach Stendal zu fahren und uns zu unterstützen.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin bei der Bundeswehr in Rostock stationiert. Ich fühle mich in Rostock wohl und werde da auch bleiben.

Abschließend noch eine Frage, was hat letztendlich zum Profifußball bei Ihnen gefehlt?

Ich habe mir zweimal das Kreuzband gerissen. Da habe ich mir irgendwann gesagt, Fußball ist nicht das Wichtigste, da habe ich mir einen Job gesucht. Jetzt steht Fußball an zweiter Stelle und der Spaß im Vordergrund.