Stendal l In zwei Partien der fünf Nachholspiele der Fußball-Landesklasse, Staffel 1, geht es für den Kreveser SV und den FSV Havelberg um wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Kreveser SV spielt in Arneburg

Der Kreveser SV tritt beim SV Rot-Weiß Arneburg an. Die Elbestädter sind ein launiger Gegner. Für sie geht es in der laufenden Punktspielserie um nichts mehr. Mit 36 Punkten stehen sie im gesicherten Mittelfeld. Das Augenmerk der Mannschaft gilt ganz klar dem Pokal-Endspiel. Darauf bereitet sich das Team um Trainer Mario Bittner vor.

Der Kreveser SV kennt in dieser Saison nur noch ein Ziel: den 14. Platz (erster Nichtabstiegsrang) verteidigen, um Havelberg nicht vorbeiziehen zu lassen. Das gelingt dem KSV schon seit einigen Wochen. Der Vorsprung ist allerdings bis auf einen Punkt geschmolzen. Als Zusatzbonus haben die Kreveser aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Schwere Aufgabe für FSV Havelberg

Der FSV Havelberg hat eine sehr schwere Aufgabe vor Augen. Die Domstädter empfangen den SSV Gardelegen, der lange Zeit als Favorit dieser Staffel galt, aber zuletzt etwas geschwächelt hat. Die 1:4-Niederlage in Wahrburg hat den Westaltmärkern überhaupt nicht geschmeckt. Vielleicht kann Havelberg die derzeitige Unzufriedenheit von Gardelegen ausnutzen.

In der Rückrunde sammelte der SSV in elf Partien „nur“ 17 Zähler. Für einen Titelkandidaten ist diese Ausbeute nicht ausreichend. „Vielleicht sind wir manchmal im Kopf nicht frei. Wir werden in den restlichen Spielen ganz befreit aufspielen. Sollten wir nicht aufsteigen, wäre das für uns kein Beinbruch“, nahm Gardelegens Trainer Norbert Scheinert bereits vor dem 1:4 am Dienstag in Wahrburg den Druck von seinen Schützlingen.

Medizin Uchtspringe ist der Favorit

In einem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, erwartet Medizin Uchtspringe den SV Grieben. Theoretisch kann zwar Grieben noch absteigen, aber das wird nicht passieren, dann müsste Havelberg alle drei Spiele noch gewinnen und Grieben alle vier noch auszutragenen Partien bis zum Saisonschluss verlieren. Am Sonnabend könnte das alles schon erledigt sein. Uchtspringe ist sicherlich in einer Favoritenstellung.

In einem westaltmärkischen Duell erwartet der SV Liesten den MTV Beetzendorf. Favorisiert ist der SVL, der auf einmal auch wieder mittendrin im Titelkampf ist und mit einem Erfolg am Sonnabend gegen den MTV Beetzendorf sogar vorübergehend an die Tabellenspitze springen könnte. „Unser Ziel ist es schon, am Ende ganz oben zu stehen. Dazu wollen wir auch die 52 Punkte aus der Vorsaison toppen. Wir haben jetzt nur noch Endspiele vor der Brust, und genauso müssen wir jedes Duell auch angehen“, klingt auch SVL-Sektionsleiter Mario Schulz wieder deutlich euphorischer.

SV Liesten mit einer Serie

Während die Elf von Trainer Michael Piotrowski zuletzt wieder eine kleine Erfolgsserie hinlegte, ließen die Konkurrenten Federn. Genau dies brachte die Mannen aus dem Waldstadion wieder zurück ins Geschäft. „Wenn Beetzendorf alle Spieler an Bord hat, ist das ein unangenehmer Gegner. Dennoch müssen wir den Anspruch haben, diese Partie zu gewinnen. Allerdings müssen wir hochkonzentriert sein und die Leistung aus dem Spiel gegen Möringen bestätigen. Dort haben wir unser wahres Leistungsvermögen endlich mal wieder angedeutet“, so Schulz.

Auch wenn der privat verhinderte Timm Müller sowie die verletzten Michael Buchholz und Markus Krotki fehlen, möchten sich die Liestener keinen Ausrutscher im Westaltmarkderby erlauben.

Heide Jävenitz ist abgestiegen

Keine Chance mehr auf den Klassenerhalt haben die Mannen vom SV Heide Jävenitz. Dennoch wollen sich die Heide-Kicker, die aktuell durch Verletzungen auf Leistungsträger wie René Benecke, Christian Beer oder auch Sven Körner verzichten müssen, mit Anstand in Richtung Kreisoberliga verabschieden. Zu einem weiteren altmärkischen Duell erwarten sie daheim den FSV Heide Letzlingen.