Tangermünde l Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach mit dem 33-Jährigen.

Volksstimme: Herr Groß, eine Frage bliebt in diesen Tagen leider nicht aus. Wie ist Ihre Meinung zur Absetzung des Spielbetriebes wegen der Corona-Krise?

Daniel Groß: Das ist für mich ganz klar die richtige Entscheidung. Egal ob Spieler, Trainer, Betreuer oder Zuschauer, im Vordergrund steht die Gesundheit eines jeden Einzelnen.

Wie lange spielen Sie schon bei Saxonia Tangermünde?

Ich spiele jetzt schon seit fünf Jahren für Saxonia in der Elbestadt Tangermünde.

Sie sind Kapitän der Mannschaft. Wie lange führen Sie dieses Amt schon aus?

Da muss ich überlegen. Seit drei Jahren möchte ich sagen.

Was sind Ihre besonderen Aufgaben als Kapitän von Saxonia Tangermünde?

Ich denke, man ist so etwas wie ein Mittelsmann zwischen Trainer und Spielern. Ansonsten versuche ich als Vorbild zu agieren, sowohl im Training als auch am Wochenende beim Punktspiel. Egal ob man in der Startelf steht oder nicht, jeder Spieler ist wichtig für das Team. Diese Einstellung versuche ich jedem zu vermitteln.

Sie sind ja schon einige Jahre als Fußballer aktiv. Was waren Ihre bisherigen Vereine?

SV Blau-Gelb Goldbeck, dann Osterburger FC, TuS Altwarmbüchen, DJK TuS Marathon Hannover und jetzt FSV Saxonia Tangermünde.

Tangermünde ist seit dem 6:0 gegen Liesten, das zuvor auf Platz eins gestanden hat, Tabellenführer. Wie kam es dazu, wie war der Weg?

Wir hatten am Anfang der Saison noch die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit. Das haben wir aber relativ schnell ablegen können und sind bis auf die Auswärtsspiele in Uchtspringe und Liesten dann auch super durch die Hinrunde gekommen. Wir stehen in der Defensive sehr kompakt und lassen wenig zu, haben erst neun Gegentore hinnehmen müssen. Und dann kommt unsere Offensivpower. Das ist schon ziemlich stark, was die Jungs in den vorderen Reihen abliefern. Das hat dann auch der SV Liesten bei unserem 6:0-Sieg spüren müssen. Ich hoffe, wir können dieses fußballerische Niveau halten.

War der Staffelsieg vor Saison das Ziel?

Wir wollten auf jeden Fall oben mitspielen, aber es war kein ausgegebenes oder klar formuliertes Ziel.

Sie sind in einer jungen Mannschaft mit Martin Doerjer einer der Routiniers. Wie fühlen Sie sich im Team?

Lars Korte ist als Routinier nicht zu vergessen (lacht). Aber zur Frage. Ja, sehr gut. Wir sind eine eingeschworene Mannschaft, die im Kern schon ein paar Jahre zusammen spielt, das schweißt natürlich auch zusammen und macht sehr viel Spaß.

Was erhoffen Sie sich für den weiteren Verlauf der Saison?

Dass all unsere Spieler fit bleiben, wir noch weitere so gute Spiele wie zuletzt gegen Liesten zeigen können und am Ende der Saison von ganz oben grüßen können. Nicht zu vergessen das Pokalfinale zu Hause in Tangermünde, welches wir auf jeden Fall erreichen und gewinnen wollen.

Eine Frage muss erlaubt sein. Wie lange werden Sie noch aktiv spielen?

Das ist schwer zu beantworten, gerne so lange es geht. Aber irgendwann würde ich auch gerne von außen zugucken wollen.

Bemerkung: Die Meldungen ändern sich stündlich. Das Interview wurde noch vor dem Beschluss des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, die Saison vorerst bis 19 April auszusetzen, geführt.