Stendal l Am 23. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel I, steigt im Tangermünder Stadion Am Wäldchen das Spitzenspiel der gastgebenden Saxonia gegen den SSV 80 Gardelegen.

Saxonia Tangermünde bleibt Erster

Es läuft derzeit wie geschmiert bei Saxonia Tangermünde um Trainer Steffen Lenz. Selbst ein schneebedeckter Kunstrasen in Osterburg wurde von seinem Team am Sonnabend angenommen. Tangermünde siegte 3:0 und verteidigte somit die Tabellenspitze, weil die Konkurrenz patzte.

Gardelegen ist für Tangermünde jedoch stets ein unbequemer Gegner gewesen. Auch im Hinspiel gab es für Saxonia eine Packung. Am Ende gewann der SSV 5:2. Doch derzeit spielt Saxonia mit viel mehr Selbstvertrauen.

Schwankende Leistungen des SSV Gardelegen

Zuletzt schwankten die Leistungen der Gardelegener gehörig. Beispielsweise über Ostern. Einem 3:2 gegen Salzwedel folgte eine 3:5-Niederlage (SSV-Trainer Norbert Scheinert: „Es war eine unserer schwächsten Saisonleistungen“) in Uchtspringe.

Die Begegnung in Tangermünde könnte für beide Mannschaften eine richtungsweisende sein.

Mit einem Sieg an Tangermünde vorbei

Mit einem Erfolg würden die Westaltmärker den FSV Saxonia Tangermünde automatisch überholen, was wohl schon Motivation genug sein dürfte. „Wir müssen defensiv aber präsenter werden. Dabei meine ich nicht nur unsere Abwehr, sondern unsere gesamte Defensivarbeit“, erklärt Norbert Scheinert. Dazu sollte der SSV auch im Torabschluss wieder etwas effektiver sein.

„Tangermünde erwarte ich sehr spielstark. Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Auf solche Partien freuen wir uns mehr“, so Scheinert. Da allerdings sein gesperrter Sohn Florian und dazu auch Simon Bache – fraglich ist zudem der Einsatz von Daniel Leberecht – fehlen, wartet auf die Gardelegener ein hartes Stück Arbeit.

In der Partie des FSV Havelberg gegen den SV Grieben geht es für die Domstädter einmal mehr um die wohl letzte Chance für den Klassenerhalt. Sie haben zuletzt nicht schlecht gespielt, aber daheim gegen Uchtspringe und auch in Liesten hat der FSV nach jeweiliger 1:0-Führung stets 1:2 verloren. An die Begegnung im Oktober in Grieben werden sich die Havelberger überhaupt nicht gern erinnern. Mit einer stark dezimierten Mannschaft verloren sich am Ende überaus deutlich 3:7.

Kein schönes Oster-Fußballfest

Für die Griebener verlief das Oster-Fußballfest auch nicht erfreulich. Dem 0:1 gegen Wahrburg folgte eine 2:3-Niederlage gegen Letzlingen (jeweils auf eigenem Platz). Grieben hat jetzt weiterhin neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Havelberg einnimmt.

Auch der Kreveser SV kämpft gegen eine ganz starke Mannschaft von Medizin Uchtspringe um den Klassenerhalt. Vor einigen Wochen mussten auch die Mediziner in der Tabelle noch nach unten schauen, das ist spätestens nach dem 5:3-Sieg am Montag gegen Gardelegen erledigt.

Kreveser SV noch nicht sicher

Krevese hat zwar sechs Punkte Vorsprung vor Havelberg und noch ein Spiel mehr in der Hinterhand, aber sicher können sich die Mannen von Trainer Holm Hansens noch nicht sein, dafür geht die Saison noch eine Weile.

Der SV Rot-Weiß Arneburg erwartet den Osterburger FC. Für beide Teams begann das Osterfest negativ, aber es endete jeweils erfreulich. Arneburg verlor das Punktspiel 0:3 in Möringen, um danach das Halbfinale um den Altmarkpokal gegen Krevese zu gewinnen. Osterburg musste zuerst ein 0:3-Niederlage auf eigenem Platz gegen Tangermünde hinnehmen, revanchierte sich aber mit einem 3:0 in Jävenitz.