Stendal l Am Ende hieß es im Oberligaspiel gegen Charlottenburg 1:1. Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach mit dem Torschützen.

Herr Buschke, wie haben Sie das Spiel gesehen?
Niclas Buschke:
Wir haben ganz gut angefangen und früh geführt. Dann haben wir aber, ich weiß nicht warum, den Faden verloren. Wir haben Charlottenburg viel mehr Fußball spielen lassen, als wir eigentlich wollten. Vorn haben wir es dann aber auch nicht konsequent ausgespielt.

Es war also nicht der Plan, den Gegner kommen zu lassen, oder?
Wir wollten schon erst einmal sicher stehen, aber wir wollten in allen Aktionen konsequent sein, das ist uns nicht immer gelungen. Es war ja kein schlechtes Spiel von uns, aber am Ende schießen wir das Gegentor ja fast selber rein. Das ärgert uns.

Sie haben, besonders am Anfang ein sehr gutes Spiel gemacht. Wie sehen Sie ihre Leistung?
Es war schon besser als zuletzt ich weiß aber, ich kann noch viel mehr.

Die meiste Gefahr kam über ihre linke Seite. Haben Sie das auch so gesehen?
Erst einmal freue ich mich über mein Tor und dass ich der Mannschaft wieder helfen konnte. Vielleicht hätte ich noch besser spielen müssen, damit wir gewinnen. Ich werde weiter an mir arbeiten, damit ich noch viel, viel besser werde.

Wie ist ihre Gefühlslage jetzt nach dem 1:1?
Das ärgert mich, dass wir das Spiel noch aus der Hand gegebene haben, das muss erst einmal sacken.

Positiv bleibt natürlich ihr Treffer zum 1:0 hängen. Wie haben Sie den Treffer gesehen?
Ich denke, ich nehme den Ball ganz gut mit, die Vorlage von Baudi (Patrick Baudis, Anm. d. Red.) ins Zentrum war auch überragend.

Einige Fans meinten, dass Sie endlich treffen. In Neustrelitz haben Sie zuletzt zu viele Chancen vergeben?
Daran kann ich mich gar nicht erinnern (lacht), aber andere sehen das immer besser. Es gibt viele Experten.

Hat Stendal Probleme, daheim ein Spiel zu gestalten?
Dass wir gewinnen wollten, war klar. Aber gegen Ludwigsfelde wollten wir mitspielen, das ist voll daneben gegangen (1:6-Niederlage, Anm. d. Red.). Hinten sicher stehen und Akzente nach vorn setzen, das ist uns gegen Charlottenburg grundlegend gelungen, am Ende haben wir es aber viel zu viel schleifen lassen.

Sie wechseln mit Martin Krüger während des Spiels oft die Seiten. Warum gegen Charlottenburg nicht?
Das machen wir je nach Situation. Wir waren beide gut aktiv, wir tauschen eher, wenn wir beide nicht ins Spiel kommen. Da können wir insgesamt aber noch variabler werden.

Wie sehen Sie das nächste Spiel in Seelow?
Ein guter Gegner, der kompakt steht. Das wird ein schweres Auswärtsspiel und eine lange Hin- und Rückfahrt.