Stendal l  In der Fußball-Landesklasse, Staffel I, dreht sich das Karussell an der Tabellenspitze weiter. Jetzt hat sich der westaltmärkische SV Liesten auf den ersten Platz gesetzt. Keiner kann ihn bestätigen: den Rang eins in dieser Klasse. Ob Saxonia Tangermünde oder der Möringer SV, dieser erste Platz hat bisher kein Glück gebracht und musste schnell wieder hergegeben werden.

Sekunden fehlen dem Möringer SV

Fast hätte es jedoch der Möringer SV geschafft, den Thron zu verteidigen. Es fehlten nur noch Sekunden, und der knappe 1:0-Vorsprung beim Osterburger FC wäre auch das Endergebnis gewesen. OFC-Akteur Jakob Gernecke hatte aber etwas dagegen und markierte in der Nachspielzeit noch das 1:1.

Liesten erledigte seine Heimaufgabe, schlug Krevese 3:1 und stieg somit nach dem 24. Spieltag auf den Thron.

TuS Wahrburg schleicht heran

Von hinten schleicht sich langsam aber sicher der TuS Wahrburg heran. Der 3:1-Sieg gegen Beetzendorf war die fünfte Partie in Folge mit drei Punkten. Mit 35 Zählern sind die Wahrburger jetzt Fünfter. Wird da auch noch nach oben geschielt?

„Unser Ziel ist das Pokalendspiel. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft immer besser findet“, sagt Wahrbugs Co-Trainer Philipp Dieckmann vorsichtig. Der Zusammenhalt der Truppe, so war in Wahrburg zu hören, ist jetzt deutlich besser als in der Hinserie, als es viele Undiszipliniertheiten gab.

In Letzlingen wird was geboten

Auch in Letzlingen wurden die Zuschauer bestens unterhalten. Es gab sogar eine kuriose Szene.

Letzlingens Christian Palutke und Franz Döhmann gerieten nach einem Zweikampf aneinander. Nach einem kurzen Wortgefecht ging Palutke zu Boden. Nach Rücksprache mit dem Assistenten zeigte Schiedsrichter Thomas Krugel Rot für Döhmann. Das verstanden die Tangermünder nicht. Sie protestierten vehement. Palutke war so fair und stellte die Situation bei Krugel klar. Der nahm die Rote Karte zurück, Döhmann durfte weitermachen.

Zehn Spiele ungeschlagen

Am Ende setzte sich jedoch Letzlingen in der Nachspielzeit 2:1 durch und beendete somit eine Serie von zehn ungeschlagenene Spielen der Saxonia. „Der Sieg von Letzlingen geht schon in Ordnung, der Gegner war bissiger“, sagte Saxonia-Herrenspielleiter Frank Lange.

Immer besser in Fahrt kommt aus ostaltmärkischer Sicht auch Uchtspringe. Mit einem 2:1-Heimsieg schickte Medizin die ambionierte Mannschaft von Eintracht Salzwedel in das Niemandsland der Tabelle. Uchte ist hingegen auf den achten Platz geklettert und muss nun in Tangermünde gewachsene Stärke beweisen. Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gab auch der FSV Havelberg. Der 6:1-Sieg in Jävenitz muss jetzt nur bestätigt werden.

Die spannende Frage bleibt jedoch, wer wird nach dem 25. Spieltag den Thron besteigen?