Stendal l Die 324 Zuschauer des Oberligaspiels zwischen dem 1. FC Lok Stendal und dem Ludwigsfelder FC bekamen zwar viele Tore zusehen, aber eine ganz schwache Gastgebermannschaft, die verdient 1:6 verlor. Durch diese Niederlage rückt der eigentlich gute Start, mit vier Punkten aus zwei Spielen, in den Hintergrund.

Lok beginnt nervös

Die Lok-Kicker wirkten von Beginn an nervös und produzierten viele Fehler, die es Ludwigsfelde einfach machten. So wurden die Stendaler eiskalt erwischt. Nach nur elf Minuten netzte Christopher Lemke nach Vorlage von Johan Martynets zum 0:1. Lok-Keeper Bryan Giebichenstein hielt den ersten Versuch, beim zweiten war er machtlos.

Im Gegenzug hätte Martin Gödecke den Ausgleich machen müssen. Eine Flanke von Niclas Buschke, ließ Denis Neumann durch, so dass Gödecke freies Schussfeld hatte. Der flache Abschluss aus zwölf Metern entschärfte LFC-Keeper Lindner.

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Nach weiteren guten Möglichkeiten der Gäste, wo sich Lok-Torwart Bryan Giebichenstein auszeichnete, fiel in Minute 24 das 0:2. Tim Kolzenburg verlor am 16er den Ball an Lemke, der umspielte Giebichenstein noch und schob ein.

Danach schaltete der Gast einen Gang zurück, ging aber in den Zweikämpfen härter zur Sache, so dass Maximilian Gerlach vorsichtshalber ausgewechselt werden musste. Er war mit Gelb vorbelastet.

In der ersten Minute der Nachspielzeit verhinderte Giebichenstein mit einer Glanzparade gegen Felix Matthäs den dritten Einschlag.

Doppelschlag nach der Pause

Alles was sich die Stendaler in der Pause vorgenommen hatten, wurde in der 47. Minute zerstört. Die Hintermannschaft sah erneut nicht gut aus und Johan Martynets bedankte sich mit dem 0:3. Die Köpfe gingen bei den Lok-Kickern danach runter und als der LFC einen Konter durch Lemke zum 0:4 veredelte, war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen.

Als Dennis Nüsse von den Ludwigsfeldern mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde, wurde die Leistung der Eisenbahner nicht besser. Das bestrafte der LFC wieder eiskalt. Jeff Salpeter erhöhte auf 0:5.

Krüger mit dem Ehrentreffer

Danach gab es einen Lichtblick der Schulze-Elf. Martin Krüger verwertete eine Freistoßvorlage von Gödecke zum 1:5 (82.). Es war aber immer noch nicht Schluss und die Gäste hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Den ersten Schussversuch von Salpeter pariert Giebichenstein, doch der Abpraller traf den Angreifer wieder und der Ball kullerte zum 1:6 in die Maschen.

Alles im allen war es ein katastrophaler Auftritt der Eisenbahner.

Trainer Jörn Schulz meinte nach dem Spiel: „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Das ist so, dass wir in keiner Phase des Spiels Zugriff hatten, keine Zweikämpfe geführt haben und neben hergelaufen sind.“

Sein Gegenüber Volker Löbenberg sagte: „Ich denke wir haben hochverdient gewonnen. Die Mannschaft hat eine riesen Leistung gebracht und so viel Chancen kreiert wie selten. Was mein Team heute gespielt hat war Fußballrausch.“