Stendal l Durch die deutliche 0:6-Niederlage bei Hertha Zehlendorf ist der 1. FC Lok Stendal in der Fußball-Oberliga, Staffel Nord, nach dem 10. Spieltag auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Zwar hat Blau-Weiß Berlin, bisher Vorletzter, auch verloren, aber beim SV Lichtenberg nur 0:1. Die Altmärker haben gegenüber den Berlinern (beide fünf Punkte) jetzt das schlechtere Torverhältnis.

Benedikt Nellessen, der Ex-Stendaler, hatte vor der Partie einen 3:1-Sieg seiner Hertha gegen Stendal vorausgesagt. Das hätten die Altmärker am Sonntag sicher unterschrieben. Am Ende wurde es in der Hauptstadt jedoch deftig.

Lok chancenlos

Zwei schnelle Gegentore sorgten bei der arg ersatzgeschwächten Lok-Mannschaft schnell für eine gewisse Unsicherheit. „Wir wurden dann überrollt“, erklärte Lok-Trainer Daniel Fest, der fairerweise die Überlegenheit des Gegners anerkannte.

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Zwar waren die ersten beiden Gegentreffer abseitsverdächtig, aber „dann wurde es für uns nur noch ärgerlich“. Fest sagte weiter: „Man muss auch einmal sehen, welche Unterschiede es gibt. Hilfreich war zu sehen, wo man eigentlich steht, anstatt immer zu denken, es läuft alles super.“ Ausreden für die Niederlage kann man viele suchen – Abseitstore oder große Personalsorgen. Machte er aber nicht: „Wir müssen einfach besser spielen, um vernünftige Ergebnisse zu haben.“

Verletzenmisere hält an

Auch in den nächsten Spielen wird sich personell nicht viel ändern. Marcel Werner (zwei Punktspiele Sperre) wird am Sonntag (daheim gegen Altlüdersdorf) zwar nur noch einmal fehlen, aber Kevin Dagnet, Martin Gödecke und Philipp Groß fallen verletzungsbedingt lange aus.

Bleibt natürlich die Frage, reicht der Kader, der im Sommer zusammengestellt wurde, für die Oberliga aus: in der Qualität und auch in der Quantität? Auf jeden Fall müssen schnell Punkte her. Sonst wird‘s eng.