Schwiesau l Die Mannschaft von Trainer Toni Müller schoss einen verdienten 5:0 (2:0)-Sieg im Sportpark Schwiesau heraus und hatte mit dem Kreisoberligisten aus der Altmark Ost keinerlei Mühe.

Die in schwarzem Dress gekleideten Schwalben, zeigten sich von Beginn an gegen die in weiß auflaufenden Berkauer überlegen. Die fußballerisch bessere Anlage zeigten die Hausherren, die spielerische Lösungen suchten, um in Tornähe zu gelangen. Die Berkauer operierten stattdessen mit langen Bällen in die Spitze, die sich für schnelle Kontersituationen eigneten, jedoch zu selten Ertrag brachten. Spielerischer Glanz war von den Berkauern mit dieser Ausrichtung nicht zu sehen. Vornehmlich war die Mannschaft von Trainer Stefan Rabe darauf bedacht, eng am Mann zu stehen und Kompaktheit herzustellen.

Schwalben überzeugen im gesamten Spielverlauf

Dieses Vorhaben sollte von Nico Seidenberg früh zu Nichte gemacht werden, als er in der siebten Spielminute bereits die schnelle Führung zum 1:0 für die Schwiesauer herstellte. Der Tabellenzwölfte der abgelaufenen Saison in der 1. Altmark-West-Liga, der eine schwierige Spielzeit mit zähem Abstiegskampf hinter sich brachte, deutete an, welch großes fußballerisches Potenzial im Kader steckt, wenn man es abruft. Mit viel Dynamik, guten Ballstaffetten und Mut im Eins-gegen-Eins präsentierte sich der Gastgeber. Vor allem Nico Seidenberg schien sich einiges vorgenommen zu haben. Pech im Abschluss des 19-jährigen Mittelfeldspielers, als er noch vor der Pause den Pfosten traf, verhinderten seinen persönlichen Doppelpack noch in Halbzeit eins. Dafür sprang Senol Isik in die Bresche. In der 37. Minute vollendete der erfahrene Routinier vor 37 Zuschauern zur komfortablen 2:0-Pausenführung.

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste indes nicht wacher. Im Gegenteil. Mit einem individuellen Schnitzer in der Abwehr, luden die Ostaltmärker die Schwalben zum 3:0 ein. Getreu dem Motto „Nimm du ihn, ich hab‘ ihn sicher“, leistete sich die Hintermannschaft der KSG einen kapitalen Abstimmungsfehler, den Tom Tempel in Minute 65 eiskalt zu nutzen wusste. Der zwischen den Verteidigern lauernde Sommerneuzugang, der von Landesklasse-Absteiger SSV 80 Gardelegen II zu den Schwalben stieß, markierte seinen ersten Treffer für seinen neuen Klub. Der Nutznießer krönte seine Premiere bei den Schwiesauern, indem in Minute 70 noch der zweite Streich zum 4:0 folgte. Einen Einstand nach Maß feierte der Angreifer, der von der schlechten Zuordnung der KSG-Deckung profitierte. Das Tor zum 4:0 bereitete der ebenfalls gut aufgelegte Isik per Freistoß vor.

Die Körpersprache der Gäste ließ darauf schließen, sich mit der Niederlage abgefunden zu haben. Dennoch war das Team von Coach Rabe noch nicht erlöst. Das 5:0 und damit den Schlusspunkt unter eine in vielerlei Hinsicht einseitige Begegnung, setzte Martin Schmidt (77.).

Danach sollten zwar keine weiteren Tore mehr fallen, dennoch blieben die Gastgeber weiter am Drücker und versäumten es nur knapp, das halbe Dutzend voll zu machen. Die Befreiungsschläge kamen zurück wie ein Boomerang und sorgten auf diese Weise für keinerlei Entlastung. Vor allem bei Schlussmann Marko Kapahnke konnten sich die KSG-Spieler schlussendlich bedanken, der mit überragenden Paraden eine höhere Niederlage verhindern konnte.

Trainer sehen noch viel Potenzial

Für den Tabellenvierzehnten der vergangenen Kreisoberliga-Saison dürfte es nach den Eindrücken des Auftrittes in Schwiesau, eine erneut schwierige Saison werden, bei dem das Ziel vornehmlich Klassenerhalt lauten dürfte.

Berkau-Coach Rabe räumte ein, mit seiner Mannschaft noch viel Arbeit vor sich zu haben: „Die ersten 15 Minuten haben wir gut mitgespielt und waren gut in den Zweikämpfen drin. Danach haben wir unseren Rhythmus verloren und krasse Fehler im Spiel gehabt, die zu den Gegentoren führten. Der SVS hat viel Tempo gemacht und verdient gewonnen. Wir müssen noch hart arbeiten.“

Schwiesau-Cheftrainer Toni Müller konnte dagegen mit der Darbietung seiner Truppe zufrieden sein, auch wenn die neue Saison 2020/21 noch jung ist: „Das war ein gelungener erster Test. Wir haben dem Gegner kaum Torchancen geboten. Mit der Leistung bin ich zufrieden, möchte das Ergebnis aber zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht überbewerten.“

Die nächsten Aufgaben werden mehr Aufschluss geben, wohin die Reise für beide Teams in der kommenden Saison gehen könnte.

Statistik

Schwalbe Schwiesau: Blume - Wäsche (31. E. Beneke), F. Beneke, Struck, Friedrichs (31. Bolle), Seidenberg, Isik, Schmidt, Clemens, Tempel (71. Schulz), Wolff (60. Gläss).

KSG Berkau: Kapahnke - Höft (31. Wiese), Fehse, Büttner, D. Ahrendt (60. Hass), Schmundt, Moritz, Fechner (31. Kämpfer), Becher, Duhm (60. K. Ahrendt.

Schiedsrichter: Guido Eisenschmidt.

Tore: 1:0 Seidenberg (7.), 2:0 Isik (37.) 3:0 Tempel (65.), 4:0 Tempel (70.), 5:0 Schmidt (77.).