Stendal l Der Sieg der Gäste vor der Saison-Rekordkulisse (526 zahlende Zuschauer) war vollkommen verdient.

Besonders in der ersten Halbzeit brannten die Ostseestädter, unterstützt vom frenetischen Anhang, ein wahres Feuerwerk ab.

Ein richtiges Feuerwerk (Pyro und Bengalos aus der Hansa-Kurve) gab es gleich nach dem Anpfiff, so dass der Schiri die Partie unterbrechen musste. Zum Glück blieb dann bis zum Schluss alles ruhig.

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Hansa-Reserve überlegen

Sofort nach Wiederanpfiff ergriffen die Gäste die Initiative und erspielten sich eine Möglichkeit nach der anderen.

Aber sie trafen Pfosten, Latte oder der Ball ging knapp vorbei oder wurde noch von der Linie gekratzt.

Wenn das Leder dennoch durchrutschte, stand ein überragender Bryan Giebichenstein im Lok-Kasten. Bei einigen Kontermöglichkeiten hatten die Stendaler sogar die Chance auf die Führung. Aber die Hinterhaltsschüsse von Lukas Breda (3.), Niclas Buschke (15.) und Denis Neumann (32.) brachten nichts ein.

Die größte Lok-Chance besaß allerdings Tim Kolzenburg, der nach Buschke-Flanke den Kasten nur knapp verfehlte (26.). Das Ergebnis von 0:0 war aus Stendaler Sicht noch das Beste aus den ersten 45 Minuten.

Freude schnell verflogen

Die Freude darüber war jedoch schnell verflogen. Nach einem Abwehrfehler schob Gian-Luca Schulz kurz nach dem Wechsel das Leder über die Linie – 0:1 (47.). Der Dosenöffner für die hanseatische Reserve. Jetzt musste Stendal die Abwehr etwas mehr lockern.

Dennoch kam Rostock zu weiteren Möglichkeiten. Erst vergab Ben-Luka Ehlers per Kopfball (62.), ehe Mike Bachmann zum 0:2 (76.) den Ball über die Linie drückte. Damit war das Lok-Bollwerk endgültig gebrochen.

Lok drängt auf den Anschluss

Johannes Mahrhold rettete für die Stendaler noch einmal auf der Linie (70.), aber danach versuchten die Platzherren nach vorn mehr zu bewegen. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte noch Neumann, der fünf Minuten vor Ultimo scheiterte.

„Wir haben schon eine spielstarke Rostocker Mannschaft erwartet, aber was sie hier in der ersten Halbzeit gezeigt hat, das war schon beeindruckend. Jeder Ball kam an, technisch saubere Kontakte und viele Chancen, das war schwer für uns zu verteidigen und die richtigen Mittel dagegen zu finden“, analysierte Lok-Trainer Jörn Schulz, der am Ende logischerweise von einem verdienten Sieg der Gäste sprach.