Stendal l Lok Stendal hat diesen Sprung ins Semifinale nicht etwa glücklich oder mit viel Dusel geschafft, sondern mit einer Klasse-Leistung jederzeit verdient. Der 1. FC Lok Stendal bezwang im Viertelfinale den VfL Halle 96 klar und deutlich mit 5:1.

Überhaupt, vor dem Spiel der beiden Oberligisten (Nord gegen Süd) hat wohl niemand der insgesamt 320 Zuschauer mit diesem Ergebnis gerechnet.

Zweiter Achtungserfolg

Nach dem 2:0-Sieg im Oberliga-Punktspiel gegen Anker Wismar war es ein zweiter Achtungserfolg der zuvor arg gebeutelten Lok-Kicker innerhalb kurzer Zeit.

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Bereits in der vierten Minute stellte die Elf von Trainer Daniel Fest die Zeichen auf einen Heimsieg. Maurice Pascale Schmidt bereitete vor und Niclas Buschke vollendete. Damit hatten die Stendaler erreicht, was sie wollten.

Plan geht auf

Nach dieser Führung standen sie hinten kompakt und schalteten mit ihren wieselflinken Spitzen schnell um. Der Plan von Trainer Fest ging auf.

Schmidt hätte nach Pass von Werner eigentlich schon das 2:0 machen müssen. Er wurde aber noch abgedrängt (32.). Irgendwie war dieser Spielzug bereits die Generalprobe für das nächste Tor. Buschke steckte durch und Schmidt, mit seinen 18 Jahren schon mächtig abgezockt, hob das Leder über den Torwart zum 2:0 (34.) in die Maschen. Halles Trainer René Behring hatte genug gesehen und schickte bereits zeitig Spieler zum Warmmachen. Bis zur Pause passierte aber im Hölzchen nichts mehr.

Schnelles Anschlusstor von Halle

Nach dem Wechsel gelang dem VfL Halle schnell der Anschlusstreffer per Kopfball. Nach dieser Szene hätte die Partie auch kippen können. Dafür, dass das nicht passierte, sorgte die wacklige Gäste-Abwehr persönlich.

Shoshi wollte zum Torwart zurückköpfen, doch der war schon raus aus seinem Kasten, wollte auch den Ball. Das Leder ging zum 3:1 (57.) über die Linie. Damit dauerte die Hoffnung der Saalestädter auf eine Wendung der Partie ganze vier Minuten.

Am Ende waren noch Marcel Werner (65.) und Tim Seidel-Holland (82.) mit den Treffern zum 4:1 und 5:1 für das Lok-Team erfolgreich.

Shoshi muss ins Krankenhaus

Bitter für die Gäste, sie verloren nicht nur das Spiel hoch, sondern Shoshi blieb nach einem Zweikampf in den Schlussminuten mit einer Gesichtsverletzung benommen liegen. Er war kurzzeitig nicht ansprechbar und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Deshalb kam ein wegen der hohen Niederlage sichtlich angefressener VfL-Trainer auch etwas später zur Pressekonferenz. Sein Statement fasste er kurz: „Es war ein verdienter Sieg für den Gastgeber. Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Halbfinale.“

VfL Halle beobachtet

„Es ist alles gelaufen, unser Plan ist super aufgegangen“, erklärte Fest, der sich den VfL im Spiel gegen Eilenburg angeschaut hatte. Auch er sprach am Ende von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft.

Mögliche Gegner von Lok im Halbfinale sind:

Germania Halberstadt (4:2 n. V. in Sandersdorf)

Askania Bernburg (2:1 in Amsdorf)

Hallescher FC (4:0 bei Blau-Weiß Zorbau).