Magdeburg/Stendal l Vor einer großen Zuschauerkulisse war das Team vom Trainerduo Peters/Chlopik beim Matthias-Pape-Gedenkturnier in Magdeburg am Start. Bei einem der bestbesetzten Turniere dieser Altersklasse ging es für den Lok-Nachwuchs gegen hochkarätige Gegner der Leistungszentren von Bundesligisten.

Da war die Gegnerschaft beim diesjährigen Matthias-Pape-Cup für die U 15 des 1. FC Lok Stendal wohl doch etwas zu hoch. Der ersehnte Punktgewinn gegen ein Nachwuchsleistungszentrum blieb trotz ordentlichem Auftritt leider aus.

Hoffenheim nutzt die Chancen

In der Vorrunde hatte man es gleich mit Vorjahressieger Hoffenheim zu tun. Lok begann richtig stark und der Schlussmann der TSG bewies mehrmals seine Klasse. Auf der anderen Seite nutzten die Hoffenheimer jede ihrer Torchancen zu einem Treffer. Am Ende stand ein 0:3.

Auch gegen Banik Ostrawa sah das Stendaler Offensivspiel richtig gut aus. Hier erzielte man sogar drei Treffer. Aber auch hier kassierte Lok zu einfache Gegentore. Das 3:6 hätte durchaus enger ausgehen können. Jonas Schulz hatte die Altmärker nach zwei Minuten in Front gebracht und somit für den ersten großen Stimmungsmoment in der Halle gesorgt. Doch 15 Sekunden später mitten in den Jubel der Lok-Kicker fiel sofort der Ausgleich. Die tschechische Vertretung setzte sich dann auf 4:1 ab. Tony Sperfeld und Jannes Grigo gelangen zwar weitere Tore, doch am Ende siegte Ostrava 6:3.

Lok schlägt sich wacker gegen Turniersieger

Anschließend ging es gegen den späteren Turniersieger FC Augsburg. Ein schneller Gegentreffer schockte die Altmärker nicht und der 1:1-Ausgleich von Tony Sperfeld wurde von der ganzen Halle gefeiert.

Der erneute Führungstreffer für den FCA fiel etwas glücklich, zeigte aber auch den Unterschied in der Handlungsschnelligkeit. Lok kämpfte bis zum Schluss und hätte fast noch den Ausgleich erzielt. Jannes Grigo hatte diesen in der letzten Minute zweimal auf dem Fuß. Es sollte aber nicht sein.

Im letzten Vorrundenspiel zeigte Hertha BSC, dass sie das wohl spielerisch stärkste Team des Turniers waren. Beim 7:1 ließen die Hauptstädter, in deren Reihen der Nachwuchs vom ehemaligen Hertha Coach Pál Dárdai stand und der zwei Treffer in dem Match erzielte, den Stendalern keine Chance.

Auftaktniederlage am zweiten Turniertag

Am zweiten Turniertag merkte man der Lok-Mannschaft doch den Kräfteverschleiß an. In der unteren Gruppe ging es zunächst gegen Eintracht Braunschweig.

Hier konnte man beim 0:4 nicht mehr an die starken Leistungen des Vortages anknüpfen. Das zweite Spiel gegen Vitesse Arnheim aus den Niederlanden sah dann wieder besser aus.

Ein eigentlich ausgeglichenes Spiel gewannen die Holländer jedoch mit 3:1. Jonas Schulz hatte die schnelle Führung von Arnheim ausgeglichen.

Zum Abschluss ging es dann noch gegen den dänischen Vertreter Randers FC. Jetzt war aber die Kraft am Ende und es setzte eine deutliche 0:4-Niederlage.

Erlebnis steht im Vordergrund

Trotz allem bleibt ein positives Fazit bei allen Beteiligten. Die Eindrücke und Erfahrungen bei diesem Event bleiben unvergessen und einmal gegen die besten Spieler seiner Altersklasse zu spielen, ist nicht jedem Fußballer vergönnt.

Außerdem durfte sich jeder durch mehrere Interview- und Fototermine mal wie ein kleiner Star fühlen.