Stendal l Ein wenig zwiespaltig konnte man nach dem Abpfiff werden, ob es ein gewonnener Zähler oder zwei verlorene Punkte waren. Mehrheitlich wurde das Remis positiv bewertet.

So sah es auch Torschütze Philipp Groß nach dem Abpfiff. „Wir sind gut reingekommen dann sah es eher nach einem 0:0 aus, bis der Freistoß kam, wo wir dann was machen müssen. In der zweiten Hälfte schießen wir schnell den Ausgleich. Die Erwartung in Überzahl war dann groß. Wir haben aber einen Punkt geholt und somit die Erwartung erfüllt.“

Lok trotzt den Personalsorgen

Die Personalsorgen bei den Eisenbahnern ebben dabei nicht ab. So musste Patrick Baudis kurzfristig passen. Seinen Part im Mittelfeld übernahm Lukas Breda. Trotz diesen Umstandes, machten die Lok-Kicker ein gutes Spiel.

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Die erste Viertelstunde war verteilt und es gab kaum zwingende Tormöglichkeit. In der Folge übernahm Stendal das Kommando auf dem Platz und hatte durch Martin Krüger eine Halbchance. Der Rechtsaußen zog in die Mitte und schloss mit links ab. Der Schuss war zu harmlos. Nur wenig später segelte eine Ecke von Martin Gödecke auf den Kopf von Tim Schaarschmidt, der den Ball auch nicht unterbrachte.

Gäste treffen vor dem Halbzeitpfiff

Dieser Druck der Gastgeber nahm im weiteren Verlauf ab und es spielte sich größtenteils alles im Mittelfeld ab. Lok war zwar optisch überlegen, aber zog daraus keinen Nutzen. So kamen die Neustrelitzer wieder ins Spiel zurück und Tim Schaarschmidt klärte bei zwei Flanken der TSG im letzten Moment. Das 0:1 konnte aber auch er nicht verhindern. Nach einem Foul von Steven Schubert gab es auf halblinks einen Freistoß für die Gäste. Den brachte Bartosz Fils in den Strafraum und TSG-Kapitän Kevin Riechert konnte fast ungehindert zum 0:1 einköpfen (41.).

Mehr passierte in der restlichen Zeit nicht und die TSGler gingen mit einer etwas schmeichelhaften 1:0-Führung in die Pause.

Ausgleich durch einen Standard

Die Eisenbahner kamen mit ordentlich Dampf aus der Kabine und erzwangen nach 56 Minuten den Ausgleich. Zunächst verpasste diesen Denis Neumann. Sein Schuss ging abgefälscht nur um Zentimeter am Kasten vorbei. Die folgende Ecke sorgte für Rot-Schwarzen Jubel. Den Eckstoß brachte Max Salge auf den langen Pfosten zu Neumann, der per Kopf auf Philipp Groß ablegte. Der Abwehrspieler hatte keine Mühe mehr, den Ball über die Linie zudrücken.

Die Neustrelitzer zeigten sich keineswegs geschockt und wären nach einer Stunde fast wieder in Führung gegangen. Aber TSG-Toptorjäger Djibril N Diaye legte das Objekt der Begierde um Zentimeter am Pfosten vorbei. Danach mussten die Gäste aber einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nils Röth sah nach 61 Minuten die Gelb-Rote Karte.

Nun zog der Gast sich zurück. „Schneller spielen“, rief Lok-Coach Jörn Schulz seinen Mannen zu. Die drückten zwar, doch Felix Behling versprang die Kugel und Tim Schaarschmidt köpfte daneben. Den anschließenden Abstoß fing Lok ab. Denis Neumann stürmte Richtung Tor, jagte die Kugel Zentimeter jedoch über den Kasten. Auch der letzte Kopfball von Tim Seidel-Holland ging vorbei. So blieb es schließlich beim Remis.