Uchtspringe l In einem unglaublichen Landesklasse-Duell hat der SV Medizin Uchtspringe auf heimischem Rasen den Osterburger FC am Ende doch noch mit 4:3 (1:1) bezwungen und bleibt damit in der Tabelle ganz vorn dabei.

Fußball-Krimi über 90 Minuten

Und unglaublich war das Duell nicht zuletzt deshalb, weil die Mediziner gut eine Stunde in Unterzahl spielen mussten und das Match erst Mitte der zweiten Hälfte drehen konnten. Dabei sahen die Osterburger schon wie die sicheren Sieger aus, mussten aber dennoch ohne Punkte die Heimreise antreten.

In der aktuellen Tabelle rangiert Uchtspringe damit mit 30 Punkten an der Spitze, während die Osterburger bei ihren 13 Zählern im dicht gestaffelten Liga-Mittelfeld verbleiben.

Torschütze wird zum Unglücksraben

Und wie bereits erwähnt, hatte das Match so einiges zu bieten. Schnell wurde klar, dass auf dem tiefen Boden der Heinz-Förster-Anlage kein Schönheitspreis vergeben würde. Beide Teams nahmen den Kampf jedoch an. Im Fokus der ersten halben Stunde sollte nach zwei kleineren vergebenen Chancen von Osterburgs Melms dann Uchtspringes Lilge stehen. Der besorgte nach 23 Minuten eiskalt das 1:0 für die Platzherren, wurde aber nur knapp zehn Minuten später mit Glatt-Rot frühzeitig zum Duschen geschickt. Einen scharfen Kopfball von Magerin klärte „Seppel“ reflexartig mit der Hand. Den fälligen Elfmeter parierte Meinert zwar, doch der Nachschuss des Schützen Melms saß dann – 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.

Nach dieser wurde es sogar noch richtig torreich. Zunächst nutzten die Osterburger die zahlenmäßige Überlegenheit aus und gingen durch Müller (53.) in Front. Doch die Freude darüber währte nur kurz, denn Manuel Stoppa gab nur drei Minuten später die Antwort und stellte auf 2:2. Doch die wenigen Zuschauer hatten kaum Zeit zum Verschnaufen. Wiederum nur fünf Minuten später stellte Melms mit dem 3:2 den alten Abstand wieder her und brachte den OFC scheinbar auf die Siegerstraße. Zudem trat Medizin-Torjäger Brinkmann bisher nur recht sporadisch in Erscheinung.

Brinkmann setzt Schlusspunkt

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte man aber nicht das Gefühl, dass der SV Medizin in Unterzahl agierte. Doch es sollte für den OFC noch richtig dick kommen. Per Doppelschlag drehte der Gastgeber die Partie nämlich noch komplett. Zunächst war Mathias Lenz nach einem langen Einwurf zur Stelle und stellte auf 3:3 (69.), ehe Torjäger Brinkmann nur drei Minuten später dann doch noch seinen Treffer bekam und im dritten Versuch per Schlenzer ins lange Ecke das 4:3 erzielen konnte.

Allerdings waren noch 18 Minuten zu spielen. In denen hätten die Uchtspringer durch Florian Klukas und Leon Rothe zur endgültigen Entscheidung ansetzen können, doch die Möglichkeiten wurden nicht genutzt.

Auf der anderen Seite musste Meinert in der Schlussphase noch einmal Kopf und Kragen riskieren und einen Ball von Lennart Metzlaff mit den Fingerspitzen über die Latte lenken.

Am Ende blieb es beim knappen aber nicht unverdienten Erfolg für die Uchtspringer.