Stendal l Überwiegend sehr sympathisch kamen die Gäste aus dem Nordosten Nordrhein-Westfalens daher. Zwar ging es auf dem Spielfeld zur Sache, doch wenn zum Beispiel ein Stendaler Akteur am Boden lag, dann kümmerte sich in der Regel immer auch ein Arminia-Akteur um den Verletzten.

Bielefeld-Trainer Jeff Saibene, übrigens ein Schweiz-Luxemburger, wie er in einem kurzen Gespräch bemerkte, lobte den Gastgeber für dessen Betreuung seiner Mannschaft gleich zu Beginn der Pressekonferenz sehr.

Gästefans sorgen für Stimmung

Der Arminia-Fanblock war richtig laut, so wie es für echte Fans normal ist. Allerdings wurde dort mit Bengalos gezündelt und zu Beginn der Begegnung schwarzer Rauch zuhauf erzeugt.

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Moderator Sven Jaluschka forderte die Bielefeld-Fans mehrfach dazu auf, das zu unterlassen. Vergeblich, einige wenige Fans aus dem Ultra-Block ließen nicht von ihrem dämlichen Tun ab.

In der Regel hat der Gastgeber die Zeche, sprich: Strafe, zu zahlen. Und so wird wohl bald eine Rechnung beim 1. FC Lok Stendal eintreffen.

Verabschiedung von Nellessen und Gebauer

Der Rahmen bei diesem Pokalspiel war sehr gut. Vor der Partie wurden zwei sehr verdienstvolle Akteure, die jeweils viele Jahre für Lok am Ball waren, auf dem Rasen vom Vereinschef Ulrich Nellessen würdevoll verabschiedet.

Martin Gebauer und Benedikt Nellessen sind jetzt für andere Vereine (Rot-Weiß Arneburg beziehungsweise Hertha Zehlendorf) am Ball.

Pokalhelden wurden nicht eingeladen

Wie richtig und wichtig wäre es gewesen, wenn man genau diese Kulisse genutzt hätte, um an die tolle Pokalserie im Jahr 1995 zu erinnern (Stichwort: DFB-Pokal-Viertelfinaleinzug). Einzig Markus Hoffmann aus diesem grandiosen Team unter Trainer Klaus Urbanczyk saß auf der Sitzplatztribüne.

Der Verein hatte keine Einladungen an Trainer wie Mannschaftsmitglieder verschickt.

Vergessen oder abgetan? Das Thema soll wohl diskutiert worden sein.

Warum nur hat man solch eine Chance, wirklich Gutes zu tun, verstreichen lassen? Peinlich!

Zurück zum aktuellen sportlichen Geschehen: Bei Lok wird der Blick auf die nächste Punktspielaufgabe gerichtet. Und die hat es in sich, und zwar sehr.

Meisterschaftsfavorit im Hölzchen

Am Sonntag steht für die Lok-Kicker wieder ein Heimspiel an. Tennis Borussia macht seine Aufwartung im Stendaler Stadion Am Hölzchen. Dieser Verein ist der einzige aus dem großen Feld der NOFV Oberliga Nord, der im Vorfeld klar aussprach, dass er mit seiner Mannschaft in die Regionalliga aufsteigen will.

Für dieses Match ist auf Stendaler Seite Martin Krüger (Gelb/Rot gegen Greifswald) gesperrt.