Stendal l Am 5. Spieltag der Fußball-Oberliga Nord hatten sich viele Hoffnungen auf einen Sieg Stendals gemacht. Doch am Ende des Tages mussten sich die Gastgeber mit 1:3 den Charlottenburgern geschlagen geben.

Der Beginn der Partie sah gut für die Stendaler Mannschaft aus. Während die Charlottenburger ab und zu lange Bälle nach vorne spielten, versuchten es die Stendaler immer wieder mit schönen Kombinationen, bei denen meist nur der letzte Pass oder die letzte Flanke noch zu hastig beziehungsweise zu unpräzise gespielt wurde. Auch die Stendaler Abwehr war in der Lage, alle Gefahren zu beseitigen und somit den Strafraum gut frei zu halten.

1:0 für Charlottenburg

Eine knappe Kiste gab es in der 23. Minute als ein Abstoß der Stendaler nicht richtig geklärt wurde, doch sofort bedrängten zwei Abwehrspieler Loks den Gegner und Lukas Kycek klärte. Auch hier waren es immer noch die Gastgeber die Angriffe starteten, nicht die Gäste. Doch in der 32. Minute holten die Gäste mit sehr viel Glück die Führung. Ramazan Günel schoss den Ball, dieser prallte vom Boden ab und sprang über den Torwart drüber. Es stand 1:0 für die Charlottenburger.

Nach dem Tor waren die Lok-Spieler wie aufgelöst. Jetzt waren es die Gäste, die den Druck machten und die Stendaler Abwehr kam ganz schön ins Schwitzen. Auch die Angriffsversuche waren nicht mehr auf dem Level, wie sie es zu Beginn der Partie waren. Sie verloren den Ball oft schon sinnlos an der Mittellinie. In der 42. Minute gab es eine gute Torchance der Stendaler, doch es war Abseits.

Lok Stendal liegt 0:2 zurück

Nach der Halbzeitspause hatten sich die Stendaler wieder etwas gefangen. Sie zeigten wieder Spielstärke, doch belohnten sich nicht mit Toren. Die Chancen waren da, doch der Abschluss fehlte. In der 56. Minute gab der Schiedsrichter einen umstrittenen Freistoß. Während viele der Meinung waren, die Gäste hätten gefoult, so sah der Schiedsrichter das anders. Die Charlottenburger bekamen den Freistoß vor dem Stendaler Strafraum. Und Kapitän Ali Ayvaz schoss rechts über die Mauer ins Tor. 0:2 für die Gäste.

Stendal versuchte zwar, sich aus dem Druck der Gäste zu befreien, schaffte es aber nicht. Charlottenburg kontrollierte das Spiel und nur wenige Angriffe der Stendaler waren im Ansatz gefährlich. Die Gäste spielten jetzt unschönerweise auf Zeit und es gab drei gelbe Karten dafür. In der 85. Minute bekamen die  Stendaler nach einem Konter die große Gelegenheit. Und nach einer schönen Flanke von Maurice Schmidt traf Martin Gödecke zum 1:2. Jetzt spielten die Gäste weiterhin auf Zeit und so erhielt ihr Torwart eine Gelbe fürs Ballwegkicken.

Kühn fällt verletzt aus

Wenige Minuten vor Schluss musste auch noch Vincent Kühn verletzungsbedingt den Platz verlassen. Lok Stendal, der bereits dreimal wechselte, musste in Unterzahl weiterspielen. Das nutzte Salih Sagir in der 91. Minute aus und traf zum 1:3, dem Endstand der Partie.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass man erkennen konnte, das Lok das Potenzial für den Sieg hatte. Sie hatten schön kombiniert, doch an ihren Abschlüssen müssen sie noch arbeiten. Ein weiteres Problem ist, dass die Mannschaft wie aufgelöst war, nachdem sie das erste Gegentor kassierte. Sie müssen beim nächsten Mal die Ruhe bewahren und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Statistik

1. FC Lok Stendal - Charlottenburger FC 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Ramazan Günel (32.), 0:2 Ali Ayvaz (56.), 1:2 Martin Gödecke (85.), 1:3 Salih Sagir (91.) 

1. FC Lok Stendal: Lukas Kycek - Martin Gödecke, Franz Erdmann, Philipp Gross, Chris Kiesse Wete (72. Johannes Mahrhold), Vincent Kühn, Lukas Breda (59. TIm Schaarschmidt), Marcel Werner, Kevin Xavier Dagnet, Martin Krüger (59. Maurice Pascale Schmidt), Sebastian Hey

Charlottenburger FC: Steven Braunsdorf - Ibrahim Razack Quattara, Ali Ayvaz (84. Dogukan Tanis), Oktay Ugur, Merdan Baba (73. Cakir Ergün), Ahmet Kartal, Salih Sagir, Oguzhan, Basel Hawwa, Ramazan Günel (58. Slim Jaballah)

Schiedsrichter: Tino Stein (Hannes Wilke, Tobias Starost)