Rossau l Seit Mittwoch ist es amtlich: Martin Rückriem kehrt nach nur einem halben Jahr vom Fußball-Kreisligisten SV Heide Klein Schwechten zurück zum Landesklasse-Vertreter Rossauer SV zurück.

Herber Verlust zu Saisonbeginn

Von „einem herben Verlust“, sprach Rossaus Trainer Christian Schulze vor der Saison vom Abgang des Offensivmannes. Zum einen hatte Rückriem großen Anteil am Aufstieg 2018/19 in die Landesklasse. „Das war auch mein größter Erfolg, seit ich bei den Männern spiele. Das kam sehr unerwartet, so dass dieses Erlebnis umso schöner war. Von der Kreisliga in die Kreis­oberliga und dann direkt der Aufstieg in die Landesklasse. Das war sehr geil“, sagt Martin Rückriem. Und zum anderen später am Klassenerhalt des „Dorfclubs“.

Doch jetzt ist er wieder zurück und „wir freuen uns natürlich und wissen was wir bekommen. Er passt menschlich gut zu uns und hat sich fußballerisch toll bei uns entwickelt. Wir hoffen, dass er dort wieder anschließen kann, wo er aufgehört hat“, erklärt der Rossauer Trainer.

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Klein Schwechten bleibt Herzensverein

Bei seinem „Herzensverein“, so Rückriem, wird man ihn schmerzlich vermissen. Er hat in den sechs Spielen bis zur Aussetzung des Spielbetriebs acht Tore geschossen und zahlreiche vorbereitet. Klein Schwechten steht damit nicht ohne Grund auf dem zweiten Platz der Kreisliga und hat auch im Kreispokal mit dem Rausschmiss vom 1. FC Lok Stendal II für Aufsehen gesorgt.

Klar ist man „im Verein traurig“, dass Rückriem ihm wieder den Rücken kehrt, aber „der Verein hat dafür Verständnis, dass ich nochmal diesen Weg gehen möchte. Deshalb gab es überhaupt keine Probleme beim Wechsel nach Rossau“, berichtet der 27-jährige.

Kurzschlussreaktion im Sommer

Doch warum ist er überhaupt im Sommer zurück nach Klein Schwechten gegangen? „Das war mehr oder weniger eine Kurzschlussreaktion gewesen. Durch den Wechsel hatte ich mehr Zeit für mein Haus und Hof. Aber schon nach ein paar Spielen merkte ich, dass es jetzt noch nicht das ist, was ich will. Mir war schnell klar, dass ich zurück in die Landesklasse muss. Da ich schon in Rossau war, da alle kenne und weiß wie es dort ist, kam nur dieser Verein für mich in Frage“, berichtet Rückriem über seinen Wechsel im Sommer.

Dass der Wind in der Landesklasse ein anderer ist, weiß Rückriem und hat sich schon ein Ziel gesetzt: „Als allererstes ist es mein Ziel wieder hundertprozentig fit zu werden und mir natürlich durch Leistungen, meinen Stammplatz zurück zu erkämpfen.“ Der Offensivspieler hofft, wieviele andere auch, „dass es schnellstmöglich wieder auf den Platz geht. Ich bin heiß und freue mich auf die neue/alte Aufgabe in Rossau“ und ergänzt: „Mit dem Verein möchte ich den Klassenerhalt und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Außerdem kann man mit dem Team, auch die großen Mannschaften in der Liga ärgern und das kann viel Spaß machen“, so Rückriem mit einem Lachen.