Bismark l Im ostaltmärkischen Derby der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, hat der FSV Saxonia Tangermünde am Sonnabend beim TuS Schwarz-Weiß Bismark 3:0 (1:0) gewonnen.

Dreifacher Torschütze im Bismarker Waldstadion war Saxonia-Stürmer Rosario Schulze. Damit haben sich die Elbestädter nach der 0:2-Niederlage von Warnau in Thale vorerst die Tabellenführung gesichert.

Tangermündes Trainer Steffen Lenz musste die Elf der Vorwoche umbauen, da Bäther (Urlaub) sowie Kühne, Liebisch (verletzt) und Klitzing (krank, wurde noch eingewechselt) nicht zur Verfügung standen. Bei den Gastgebern musste Philipp Grempler („Ich habe mir den Fuß verrenkt“) passen.

Rämke lässt Elfmeter liegen

Durch diese Umstellungen entwickelte sich in der ersten Halbzeit vor 211 Zuschauern eine etwas zähe Veranstaltung: Spielerische Elemente blieben auf der Linie, Abnutzungskampf stand im Vordergrund. Dennoch hätten die Bismarker 1:0 in Führung gehen können. Doch Dave Kuß entschärfte den Elfer von Carlo Rämke, der zuvor gefoult wurde.

Bei einem 1:0 hätte die Partie vielleicht einen anderen Verlauf genommen. So war es kurz vor der Halbzeit Schulze, der nach guter Vorarbeit von Lars Korte, eiskalt zum 0:1 einschob. Als wiederum Schulze in der 57. Minute einen Lapsus der Bismarker Hintermannschaft nutzte, um zum 0:2 einzunetzen, war die Begegnung vorentschieden.

Schulze-Doppelpack sichert Derbysieg

Tangermünde zog sich in der Folge zurück und verteidigte den Vorsprung. Bismark hatte zwar viel Ballbesitz, aber nicht eine dicke Torchance.

Zehn Minuten vor Schluss vergab der eingewechselte Tom Künnemann per Konter die Möglichkeit zum 0:3. Das besorgte schließlich erneut Schulze, der damit seinen dritten Treffer markierte und zum Matchwinner avancierte.

„Wir haben das über weite Strecken der Partie gut gemacht und die Offensivkräfte von Tangermünde gut in Schach gehalten. Wir machen aber zu viele individuelle Fehler und der Gegner macht aus drei Chancen drei Tore. Wenn der Elfmeter sitzt, könnte die Partie vielleicht in eine andere Richtung gehen. Wir müssen natürlich anerkennen, dass Tangermünde mit Schulze einen sehr, sehr guten Stürmer hat“, sagte Bismarks Trainer Christoph Grabau.

„Wir wussten natürlich, dass das in Bismark sehr schwierig wird, da das Spiel Derbycharakter hatte. Wir mussten vier Spieler ersetzten, aber die Leute, die gespielt haben, haben das sehr gut gemacht. Sicherlich war es auch klar, dass in der ersten Halbzeit die Abläufe noch nicht so stimmen können. Ich denke, wir haben hinten nichts zugelassen und sind der verdiente Sieger, auch wenn der Erfolg nicht spektakulär gewesen ist. Für Rosario freut es mich natürlich, dass er wieder trifft“, erklärte Saxonia-Trainer Steffen Lenz.

Statistik

TuS Schwarz-Weiß Bismark: Gust, Knoblich (64. Scherer), Troickis, Gagelmann (83. Schreiber), Sikulskyi, Neumann, Mayer, Hohmann, Motejat, Rämke (73. Kujawski), Schmidt - Trainer: Grabau

FSV Saxonia Tangermünde: Kuß, Wabbel, Döhmann, Stark, Lautenschläger, Groß, Lemke (70. Künnemann), Lenz (46. Klitzing), Lehmann (77. Doerjer), Schulze, Korte (80. Kämpfer) - Trainer: Lenz

Schiedsrichter: Petri (Irxleben) -

Zuschauer: 211

Tore: 0:1 Schulze (45.), 0:2 Schulze (57.), 0:3 Schulze (86.).

Besonderes Vorkommnis: Kuß hät Elfmeter von Rämke (18.).