Stendal l  und die Mannschaften der Fußball-Landesklasse, Staffel 1, wechseln wieder auf den gewohnten Rasenplatz. Nach Abschluss der Hinserie kann sich die Tabelle aus ostaltmärkischer Sicht sehr gut sehen lassen. Unter den ersten fünf Teams sind gleich vier Mannschaften aus unserem Landkreis vertreten.

Saxonia überzeugt in der Hinrunde

Den derzeit zweiten Platz nimmt der FSV Saxonia Tangermünde ein, der noch ein Nachholspiel gegen den TuS Wahrburg am 22. Februar zu bestreiten hat. Die Kaiserstädter legten gleich zu Beginn eine beeindruckende Serie hin. Das Team um Trainer Steffen Lenz blieb über 500 Minuten ohne Gegentor, bevor Eintracht Salzwedel die Serie am 9. Spieltag durchbrach. Die blütenweiße Weste hat nun Flecken bekommen, eine weitere aber nicht. Seit zehn Spielen ist das Lenz-Team bei einem Torverhältnis von 65:8 ungeschlagen.

Klar, dass die beiden Niederlagen gegen den SV Medizin Uchtspringe (2:3/1. Spieltag) und gegen den SV Liesten 22 (2:3/3. Spieltag) wehtun, aber die Saison ist noch nicht beendet und eine Revanche ist Saxonia bereits gelung.

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Der erste Rückrundenspieltag wurde schon ausgetragen und da gab es einen deutlichen 4:0-Sieg der Tangermünder über Uchtspringe. Revanche Nummer 2 kann die Lenz-Truppe am 7. März zu Hause gegen Liesten nehmen.

„Ich denke, dass wir mit der Hinrunde zufrieden sein können. Wir hatten mit Uchtspringe und Liesten nicht das leichteste Auftaktprogramm. Diese beiden Spiele wurden dann auch auswärts verloren, wenngleich wir auch da schon spielerisch auf einem guten Weg waren. Die Mannschaft hat aus den Fehlern gelernt und dann eine beeindruckende Serie hingelegt“, freut sich Tangermündes Trainer Steffen Lenz über das bisherige Abschneiden.

Medizin Uchtspringe lange an der Spitze

Den dritten Platz der Hinrunden-Tabelle nimmt Medizin Uchtspringe ein, das bis zum 9. Spieltag auf dem Platz an der Sonne stand. Dennoch zeigt sich Coach Lars Reifke mit dem derzeit Erreichten zufrieden: „Wir haben trotz des kleinen Kaders und einiger Verletzungen sowie privat bedingter Ausfälle eine super Hinrunde gespielt.“ Aber was für ihn ziemlich ärgerlich war, dass „uns am Ende gegen Tangermünde und Liesten die Luft ausgegangen ist, was den Kader angeht. Die ganzen Ausfälle waren gegen solche Teams, einfach nicht mehr zu kompensieren“, so Reifke.

Dennoch geht er optimistisch in die Rückrunde: „Wir sind auf einem guten Weg, den wir auch so weitergehen werden. Dass wir im Winter mit Hardy Wolff noch einen Neuzugang vermelden konnten, freut mich sehr. Sicherlich hätte ich gern einen größeren Kader zur Verfügung, aber man muss auch darauf achten, dass die Neuzugänge in das Vereinsprofil passen und das verkörpern können, was Medizin Uchtspringe ausmacht und wir nicht nur wie wild jeden Spieler verpflichten, um kurzfristigen Erfolg zu haben“, erklärte Reifke abschließend.

TuS Wahrburg sucht die Konstanz

Für den TuS Wahrburg dürfte es ebenfalls eine gute Hinrunde gewesen sein, wobei es nach ganz oben nicht reicht. Dazu sind die Schwankungen der Mannschaft um Trainer Robert Riep zu groß. Das belegt zum Beispiel, dass gegen Tabellenführer Liesten (2:3) oder Uchtspringe (0:6) Niederlagen eingesteckt werden mussten und auch sehr überraschend gegen Heide Letzlingen (1:2).

Dennoch halten die Rand­stendaler ihre Ansprüche bedeckt, wollen ihren „Stiefel“ runterspielen und das Maximale dabei herausholen. Dazu benötigt es aber in jedem Spiel 100 Prozent Konzentration und konstante Leistungen.

Ein Auf und Ab war die Hinrunde für den Kreveser SV. Bereits nach dem 2. Spieltag mussten die Kicker vom Gänseberg nach unten schauen, verloren drei Spiele in Folge. Zwar wurde anschließend Aufsteiger SV Lok Jerichow 2:0 geschlagen, aber es folgten erneut zwei klare Pleiten.

KSV mit neuem Mann an der Seitenlinie

Danach gab es auf der Trainerbank einen Wechsel. Manuel Neumann übernahm den Part an der Seitenlinie vom langjährigen Coach Holm Hansens, der sich fortan mehr im Hintergrund aufhält. „Wir haben diesen Schritt gemacht, um neuen Schwung in die Mannschaft zubekommen“, erklärte Hansens. Das Konzept ging auf. Die Schwarz-Gelben kletterten in der Tabelle bis auf den sechsten Platz, wobei die beiden Niederlagen gegen die favorisierten Teams aus Tangermünde und Salzwedel kein Beinbruch darstellen dürften.

Mit Platz sieben hat Aufsteiger Rossauer SV eine starke Hinrunde gespielt. Dabei fing es für den Neuling um Trainer Christian Schulze überhaupt nicht gut.

RSV überrascht in der neuen Liga

Nach dem 3. Spieltag rangierten sie mit null Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz. „Wir haben unsere Spielweise schnell umstellen müssen. Das haben die Jungs richtig gut gemacht“, erklärt Schulze den Aufschwung der danach folgte, denn es wurden am 4. Spieltag die ersten drei Punkte eingefahren und das ausgerechnet im Derby gegen den Osterburger FC. Im weiteren Verlauf steigerte sich der RSV weiter „ging bis an die Leistungsgrenze und haben richtig tolle Spiele abgeliefert“, so Schulze.

„Wir sind froh und happy mit der Punktausbeute und mit dem siebenten Platz als Neuling sowieso“, zog Schulze ein abschließendes Fazit.

OFC mit durchwachsener Hinrunde

Eine durchwachsene erste Halbserie hat der Osterburger FC hinter sich. „Wir haben sehr gute Spiele absolviert, aber auch herbe Niederlagen eingesteckt“, erklärt OFC-Coach Uwe Schmidt das derzeitige Abschneiden seiner Mannschaft.

Dass das Team von der Landessportschule nicht besser dasteht lag daran, dass „ wir zu einfache Gegentore bekommen haben, zu viele gute Torchancen liegengelassen haben und wir haben das Zweikampfverhalten in manchen Spielen vermissen lassen“, so Schmidt, der anfügt: „An diesen Schwächen wollen wir arbeiten.“ Schmidt sah aber auch viel positives in seiner Mannschaft und was ihn besonders freut, ist „die Moral, Einstellung und Motivation der Mannschaft sind vorbildlich. Alle ziehen mit, das macht mich besonders froh.“

Und eines wollen die OFCler in der Rückrunde bestimmt noch nachholen: endlich einen Derbysieg gegen Krevese oder Rossau einfahren, das blieb ihnen bisher verwehrt.

RW Arneburg unter den Möglichkeiten

Der SV Rot-Weiß Arneburg muss die Hinrunde so schnell wie möglich abhaken und nach vorne schauen. Kamen die Elbestädter sehr gut in die Saison, so mussten sie nach und nach abreißen lassen. Knackpunkt war zum einen der verletzungsbedingte Ausfall von Torjäger Markus Becker am 6. Spieltag, den sie nicht kompensiert bekamen. Bis dahin hatten die Rot-Weißen drei Siege und drei Unentschieden auf dem Konto. Danach ging es aber immer weiter bergab.

Zum anderen lag es auch daran, dass das Team um das Trainerduo Nagel/Steinhagen zu Hause nur einen Sieg einfuhr und dazu am grünen Tisch, als der SSV 80 Gardelegen II nicht antrat, ansonsten sich mit dem Gegner die Punkte teilte.

Zwei Nachholspiele hat Arneburg noch gegen Tangerhütte und Jerichow in der Hinterhand, die bei vollen Erfolgen die Elbestädter etwas besser dastehen lassen sollten.

Germania Tangerhütte nimmt nach vier Siegen in der Hinrunde mit zwölf Punkten Platz zwölf ein, hat zu den Abstiegsrängen mit neun Zählern ein gutes Polster. Wichtig waren die Erfolge über die Kellerkinder Jerichow und Gardelegen II. Zudem wurden Krevese und auswärts Letzlingen bezwungen. Trainer Jürgen Dobberkau äußerte sich wie folgt: „Die Hinrunde war eine Achterbahnfahrt. Stabilen Auftritten folgten postwendend Pleiten, wie das 0:7 gegen Wahrburg oder ein 0:6 in Osterburg.

Ursachen sind ständig wechselnde Aufstellungen, wobei das Ausbleiben von Spielern zum Ende Dimensionen hatte, dass wir mehrfach vor Spielabsagen standen. Langwierige Verletzungen von Heuer, Lamprecht, Schumacher und Arndt haben Löcher gerissen. Zudem kam eine regelrechte Grippeepidemie dazu. Es gab auch Lichtblicke mit der positiven Entwicklung junger Spieler wie Ruf und Theuerkauf. Wunsch für die Rückrunde ist, einfach über einen längeren Zeitraum stabilere Leistungen.“