Stendal l Das war ein Paukenschlag. Die Niederlage gegen den 1. FC Lok Stendal II war für die Germanen aus Tangerhütte ob des klaren Vorsprungs zu verkraften. Zumal Lok wegen des ausgefallenen Oberligaspiels in Krieschow mit der halben ersten Mannschaft auflief. Aber dass Trainer Jürgen Dobberkau nach der Partie die Brocken hinwarf, war zumindest für Außenstehende überraschend.

Leistung nicht ausschlaggebend

Die Leistung seiner Mannschaft war dabei nicht ausschlaggebend. „In der ersten Halbzeit haben wir mit unserem dezimierten Kader gut gegengehalten“, sagte er nach dem Spiel. Aber offenbar ist die personelle Situation in Tangerhütte dermaßen angespannt, dass das den Ausschlag für seine Entscheidung gab. „Ich nehme eine Auszeit vom Traineramt. In der nächsten Woche gibt es noch mal eine Aussprache, dann sehen wir weiter“, so Dobberkau.

Die Partie verlief vor allem in der zweiten Halbzeit einseitig. Lok ließ die Neuzugänge Lukas Kycek (Tschechien) im Tor und Petro Alergush (Rumänien) durchspielen. Beide bekamen von Detlef Werner, der den immer noch wegen einer Schiedsrichterbeleidigung bei seinem letzten Spiel bei Weiß-Blau gesperrten Robert Riep vertrat, gute Kritiken. „Wir hatten vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz. Die beiden Neuen haben gut gespielt“, sagte er nach der Partie.

Lok Stendal II führt zur Halbzeit

Bereits zur Halbzeit führten die Stendaler durch Tore von Martin Gödecke und Lukas Breda mit 2:0. Germania hielt in dieser Phase gut gegen und hatte einige dicke Möglichkeiten, bei denen sich Keeper Kycek auszeichnen konnte. Nach dem Seitenwechsel gab es ein Spiel auf ein Tor. Benjamin Bubke erhöhte noch auf 3:0. Lok II hatte noch einige Chancen, spielte vor dem Tor aber nicht immer konsequent.