Stendal l Am Stendaler Hölzchen sind die Tage von Trainer Sven Körner gezählt. Nach der 1:3-Niederlage gegen den  CFC Hertha 06 im heimischen Stadion tagte der Lok-Vorstand und entließ den langjährigen Coach.

Lok Stendal auf vorletztem Platz

Die Altmärker, in den ersten fünf Punktspielen der laufenden Saison in der NOFV Oberliga Nord ohne jeden Zähler und mit einem Trefferverhältnis von 5:13 versehen, stehen weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

In einer Erklärung des Lok-Vorstandes, der unmittelbar nach dem Spiel tagte, heißt es: „Der Vorstand des 1. FC Lok Stendal hat sich nach der heutigen 1:3-Niederlage gegen den CFC Hertha 06 dazu entschlossen, sich von Trainer Sven Körner mit sofortiger Wirkung zu trennen. Das Training wird zunächst vom derzeitigen Co-Trainer Daniel Fest übernommen.“

2017 in die Oberliga aufgestiegen

Sven Körner hat die Mannschaft, seit er sie vor einigen Jahren übernahm, richtig gut geformt und ist mit ihr 2017 in die Oberliga aufgestiegen. Die Negativserie der letzten Wochen aber wirkte förmlich lähmend. In seiner letzten Amtshandlung sagte Körner in der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Die Mannschaft spielt zu emotions- und leidenschaftslos.“

Der Wille, gegen die Berliner daheim die ersten Punkte zu holen, war da. Lok bot in der ersten Halbzeit eine recht ansprechende Leistung. Die Gäste waren in der Verwertung von Tormöglichkeiten aber entschieden effizienter. Mit großzügiger Unterstützung durch den Gastgeber machten sie aus ihrer ersten guten Chance das 0:1.

Anschlusstor von Gödecke

Elf Minuten nach dem Wiederbeginn hieß es 0:2, was der Vorentscheidung in dieser Partie gleichkam. Das Tor erzielte Ali Ayatz per Freistoß von halblinks. Gastgeber Lok wurde danach stärker und druckvoller. Das bewirkte den 1:2-Anschlusstreffer (Kopfball Gödecke, 85.). In der Nachspielzeit lösten die Stendaler Teile der Deckung auf. In eine Lücke stieß Salih Sagir hinein und besorgte den Endstand.

Tore: 0:1 Ramazan Günel (32.), 0:2 Ali Ayvaz (56.), 1:2 Martin Gödecke (85.), 1:3 Salih Sagir (91.)

1. FC Lok Stendal: Lukas Kycek - Martin Gödecke, Franz Erdmann, Philipp Groß, Chris Kiesse Wete (72. Johannes Mahrhold), Vincent Kühn, Lukas Breda (59. Tim Schaarschmidt), Marcel Werner, Kevin Xavier Dagnet, Martin Krüger (59. Maurice Pascale Schmidt), Sebastian Hey

Charlottenburger FC: Steven Braunsdorf - Ibrahim Razack Quattara, Ali Ayvaz (84. Dogukan Tanis), Oktay Ugur, Merdan Baba (73. Cakir Ergün), Ahmet Kartal, Salih Sagir, Oguzhan, Basel Hawwa, Ramazan Günel (58. Slim Jaballah)

Schiedsrichter: Tino Stein (Hannes Wilke, Tobias Starost), Zuschauer: 347.