Stendal l Aber es gibt in Sachsen-Anhalt auch noch Landesverbände, die auf eine Weiterführung des Spielbetriebes hoffen. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich der Fußball. Soll die Saison beendet oder doch noch weitergeführt werden?

In einer Erklärung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) heißt es: „Auf Grundlage der erlassenen Verordnung der Landesregierung Sachsen-Anhalts, die einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beinhaltet, musste das Präsidium des FSA bereits jetzt auf die bestehende Aussetzung des Spielbetriebs reagieren, da entsprechend der Verordnung bis einschließlich 19.04.2020 untersagt ist, auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen, einen Sportbetrieb durchzuführen.“

Ableitend von der Verordnung der Landesregierung verlängert das Präsidium des FSA die Aussetzung des Spielbetriebes im Verbandsgebiet bis einschließlich 19.04.2020.“

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Prognosen über Fortsetzung schwierig

Der Kicker berichtete kürzlich: „Die Regional- und Landesverbände haben beschlossen, den Spielbetrieb in allen Amateurligen bis auf Weiteres auszusetzen.“

Wegen der derzeitigen Entwicklung seien keine verlässlichen Prognosen möglich, wann und in welcher Form der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden könnte.

Dazu wurde beschlossen, dass eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit einer Vorlaufzeit von 14 Tagen erfolgen werde.

Vor dem Ablauf der Generalabsage soll am 9. April 2020 eine Information des FSA über den Fortgang und die weiteren Auswirkungen auf den Spielbetrieb erfolgen.

Sportverbände handeln unterschiedlich

Was passiert aber, wenn die Saison nicht weitergeführt werden kann, bei einem vorzeitigen Ende. Ein Blick zu anderen Sportarten lohnt sich. Beim Basketball heißt es: In den Ligen, in denen schon Landesmeisterschaften entschieden waren, behalten die Gültigkeit. Die Oberligen der Damen und Herren sowie der Liga-Pokal Herren und der Pokal der Damen haben keinen Landesmeister beziehungsweise Pokalsieger. Alle anderen Ligen haben keinen Sieger. Die Aufstiegsregelung wird nach der BVSA-Vorstandssitzung bekanntgegeben.

Beim Tischtennisverband wurde festgelegt: In dieser abgebrochenen Saison wird die Tabelle zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit als Abschlusstabelle gewertet. Auf DTTB-Ebene war das der 13. März. Es war sicher die einfachste, wohl aber nicht beste Entscheidung, die man am Ende getroffen hat. Denn klar ist, die Mannschaft, die schon einige Spiele mehr bestritten hat, ist im Vorteil.

Steffen Klask, Spielleiter des Tischtennis-KFV Altmark West hatte zur Thematik eine gute Idee, die auch beim Fußball angewendet werden könnte: „Ich hätte die restlichen Spiele, die noch zu absolvieren sind, mit einem Unentschieden gewertet. So hätte man eine echte Abschlusstabelle. Allerdings wäre das wohl nicht so einfach umsetzbar.“ In diese Kerbe schlug auch Ole Junghans, Trainer vom Fußball-Kreisoberligisten Post Stendal: „Ich wäre für die Tabelle der abgeschlossenen Hinrunde. Ist ein Spiel noch nicht ausgetragen, sollte es 0:0 gewertet werden.“ Anschließend schlug er eine PlayOff-Runde zwischen den einzelnen Ligen mit Hin- und Rückspiel um den Auf- und Abstieg vor.

Man kann es drehen oder wenden wie man will: Es allen recht zu machen, diese Möglichkeit ist angesichts der Coronakrise sehr schwer. Es wird bei allen erdenklichen Szenarien immer Gewinner und Verlierer geben.