Warnau l Im Achtelfinale des Fußball-Landespokalwettbewerbes von Sachsen-Anhalt erwartet Landesligist SSV Havelwinkel Warnau am Sonnabend (Anstoß um 14 Uhr) den Drittligisten 1. FC Magdeburg.

Benedict Ohrdorf der Schiedsrichter

Gespielt wird im Stadion Vogelgesang Rathenow (der Warnauer Platz ist für so ein Spiel nicht geeignet). Die Partie leitet Benedict Ohrdorf. Ihm assistieren Benjamin Petri und Christopher Bethke.

Das Spiel ist eine Neuauflage von 2016. In der zweiten Runde des Landespokal-Wettbewerbes unterlagen die Warnauer dem FCM, auch in Rathenow vor knapp 1500 Zuschauern, am Ende standesgemäß 0:8.

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Ein Traum für jeden Landesliga-Spieler

„Es ist natürlich immer eine Ehre, gegen den 1. FC Magdeburg zu spielen. Für jeden Landesliga-Spieler ist es ein Traum, gegen eine Profimannschaft anzutreten“, sagt Warnaus Trainer Ralf Franke bereits im Vorfeld der Begegnung.

Morgen hat der Trainer natürlich auch einen Plan: „Wir wollen solange wie möglich gegenhalten und unter fünf Gegentoren bleiben.“ Dieses Ziel hatte ja bereits Warnaus Kapitän Martin Buricke kommuniziert.

Wunder sind ausgeschlossen

Ein Wunder halten beide für ausgeschlossen. Klar, es ist eine Partie David gegen Goliath. „Der Unterschied zwischen uns und den Profis ist riesengroß. Meine Jungs sollen es genießen“, sagt Franke. Besonders auf konditionellen Gebiet wird Warnau Probleme bekommen. Das Team hat ein Durchschnittsalter von über 30 Jahren. Mittelfeldspieler Sven Ahlendorf, der bereits verabschiedet wurde und jetzt aus personellen Gründen aushalf, ist sogar gerade 45 geworden.

FCM-Trainer Stefan Krämer meinte vor der Begegnung: „Natürlich kenne ich Warnau noch nicht, habe aber gehört, es gibt viele FCM-Fans in der Altmark und im Verein dort selbst. Wir wollen natürlich engagiert das Viertelfinale erreichen und freuen uns, in der Region präsent sein zu können.“

Über 100 Zuschauer bei Heimspielen

233 Menschen leben in Warnau. Zu den Heimspielen kommen im Durchschnitt immerhin 100 bis 150 Zuschauer. Viele davon werden sich am Sonnabend auf den Weg nach Rathenow machen. Es ist zwar für Warnau irgendwie eine Auswärtspartie, aber einige Spieler des SSV Havelwinkel kommen bekanntlich aus Rathenow. Sie haben nach langer Zeit wieder eine Heimspiel.

Personell ist bei den Warnauern alles an Deck, auch die Spieler, die weiter weg wohnen, kommen. Lediglich Stefan Schulz wird sich nicht auf die Bank setzen, er hilft aber im organisatorischen Bereich mit. Mirko Keiper ist ebenfalls wieder dabei, aber sicher noch nicht in der Startformartion.

„Ich denke, es 4-5-1-System ist möglich, das haben wir im Testspiel gegen Optik Rathenow auch schon einmal probiert“, sagt Warnaus Co-Trainer Sebastian Schmidt, der auf 1500 Zuschauer hofft.

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