Stendal l In Oberliga-Zeiten Anfang dieses Jahrtausends gab es zum Beispiel einen Spielerststreik wegen ausstehender Gehälter. Nicht alle Lok-Akteure beteiligten sich daran.

Als die streikenden Spieler dann noch bei einem Heimspiel als Zuschauergruppe im Publikum (übrigens auf der Waldseite) weilten, wurden sie von anderen Zuschauern mit Pfennigen beworfen.

Rücktritt zieht große Kreise

Der Rücktritt von Sportvorstand Ralf Troeger hat sehr große Kreise gezogen. Nicht nur in Stendal und der unmittelbaren Umgebung, sondern in allen möglichen Medien, die sich mit Lok Stendal im Zusammenhang mit dem Pokalmatch gegen Arminia Bielefeld befassten.

Nach Auskunft von Vereinspräsident Ulrich Nellessen wollte Ralf Troeger eigentlich bereits einige Tage früher zurücktreten, wollte dann aber noch bis zum Pokalspiel weiter machen. In der Halbzeitpause dieser Begegnung hat er das Stadion Am Hölzchen verlassen und seinen Rücktritt vom Posten des Vizepräsidenten erklärt.

Nun ist natürlich der Chef des 1. FC Lok Stendal gefragt. Wie geht er mit dem, im Troeger-Brief offen gelegten Zwist, im Verein um?

Nellessen: „Ich gehe geradeaus. Ich habe gewusst, dass noch eine Reaktion von Herrn Troeger kommen wird. Nun ist der Trainerstab, sind die Spieler gefragt. Genau mit diesem Personenkreis setze ich mich in der kommenden Woche zusammen und wir werden um eine Lösung des Problems bemüht sein.“ Die Sportredaktion wollte noch Spieler, Trainer bezüglich des Zwists befragen. Chefcoach Sven Körner wollte dazu gegenwärtig nichts sagen. Auch sonst wurde abgeblockt. Am Sonnag ist das nächste Heimspiel des Oberligisten. Die Zuschauer werden kräftig über den augenblicklich herrschenden Zwist im Verein diskutieren. Bleibt zu hoffen, dass die Spieler das Thema ausblenden können.