Seehausen/Osterburg l In der Seehäuser Wischelandhalle stehen sich die gastgebende Spielgemeinschaft und das Team der HSG Osterburg am Sonnabend ab 17.30 Uhr gegenüber.

Ihre letzten Pflichtspiele trugen die beiden Derby-Kontrahenten im Spieljahr 2017/18 in der Verbandsliga Nord aus. Damals ging es besonders spannend zu. Am 1. Spieltag gab es in Seehausen ein 24:24-Remis. Im Rückkampf nutzten die Osterburger den Heimvorteil zu einem knappen 34:32-Erfolg.

Nach Serienende stieg die HSG in die Sachsen-Anhalt-Liga auf, aus der das Team vor einigen Monaten freiwillig abstieg. Die SG Seehausen wurde in der vergangenen Serie Zweiter der Verbandsliga Nord.

Vorzeichen sind unterschiedlich

In den neuerlichen Zweikampf gehen die beiden Teams von unterschiedlichen Ausgangspunkten aus. Der zuletzt spielfreie Gastgeber belegt derzeit mit 8:8 Punkten den siebenten Tabellenplatz, Osterburgs Team ist noch ungeschlagen (2 Remis in Gommern beziehungsweise Haldensleben) und steht auf dem dritten Rang des Klassements.

SG-Coach Leo hat HSG beobachtet

Der Coach der Seehäuser Mannschaft, Frank Leo, hat die Chance genutzt und Gegner HSG Osterburg im Heimspiel gegen den SV Langenweddingen beobachtet. Die praktisch in Bestbesetzung agierenden Biesestädter brauchten dennoch sehr lange, um den Kontrahenten am Ende mit 31:27 in die Knie zu zwingen. „Ich konnte aus der ,Spionage‘ viel mitnehmen“, sagte Leo und wird somit seine Mannschaft gut auf den Gegner einstellen. „Mental sind wir vorbereitet auf das Derby und ich bin mir sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe zusammen haben. Über die Favoritenfrage brauchen wir nicht reden, das ist ganz klar Osterburg“, so Leo weiter. Seine Mannschaft muss sich besonders im Angriff weiter steigern, „in der Abwehr haben wir uns stabilisiert. Wir müssen versuchen, Osterburg unser Spiel aufzuwingen“, weiß der Trainer.

In einer Sache aber sind die Seehäuser Spitzenreiter. In der Zuschauerbilanz stehen sie auf Platz eins mit 548 Besuchern in vier Heimspielen. Auch am Sonnabend wird der „Wischedom“ sicherlich rappelvoll werden.

Osterburgs Team ist aller Voraussicht nach in der Besetzung zu erwarten wie zuletzt daheim gegen den SV Langenweddingen. Einzig Spieler und Co-Trainer Florian Skorz wird über weite Strecken fehlen. „Vielleicht schaffe ich es noch, mir die letzte Viertelstunde anzuschauen. Ich gehe von einem schweren Spiel für uns aus. Wer seine Chancen besser nutzt, der könnte am Ende vorn stehen. Beim Derby gibt es keinen Favoriten, da wird geklotzt“, so Skorz.