Seehausen l Auf Augenhöhe wurde am Sonnabend in der Seehäuser Wischelandhalle Handball gespielt. Die gastgebenden SG-Männer gewannen knapp 29:27 gegen das Team des HV Lok Stendal.

Faires Match

Eine richtig enge Kiste war dieses emotional geführte, trotz zweier Roter Karten (Stendals Leinung und Rosentreter) dennoch faire Match.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass die Mannschaft aus Stendal leistungsmäßig offensichtlich den Anschluss zur SG Seehausen geschafft hat. Die Partie hätte durchaus auch zu Gunsten der Kreisstädter enden können. Fünf Minuten vor dem Abpfiff hieß es 27:27, nachdem Tim Krähe per Konter den 27. Treffer für die Gästemannschaft markiert hatte.

Auszeit hilft SG Seehausen

SG-Coach Frank Leo nahm danach Auszeit und fand offensichlich die richtigen Worte, denn sein Team war im Schlussgang höchst konzentriert.

Danach machten die Seehäuser bis zum Schlusspfiff alles richtig und erzielten in der höchst spannenden Endphase noch zwei Treffer. Stendals Mannschaft kam nicht mehr zum Torerfolg, musste wenig später die zweite Rote Karte für Chris Rosentreter hinnehmen, sodass die Gäste die letzten zwei Spielminuten in Unterzahl auskommen mussten.

„Ich freue mich besonders, dass jüngere Akteure den Fast-Ausfall von Alex Söhnel wettgemacht haben“, so Seehausens Trainer Leo. In der Tat haben zum Beispiel Noah Bertram, Hannes Krüger und Moritz Leo zusammen 17 der insgesamt 29 SG-Treffer erzielt. Außerdem betonte der Seehäuser Coach: „Unsere kämpferische Leistung war sehr gut. Die Stendaler haben ebenfalls mit viel Kampfgeist stark dagegen gehalten.“

Auf Augenhöhe

Sein Pendant auf Seiten der Kreisstädter, Jörg Schulze, betonte nach dem Derby: „Ganz wichtig für uns ist: Wir waren auch in diesem Spiel auf Augenhöhe mit dem Kontrahenten.“

Zu registrieren war in der Wischelandhalle, dass der Stendaler Fanblock über 50 Minuten dieser Partie die größere Stimmung verbreitete. Erst in der Schlussphase, als auf dem Spielfeld förmlich der Bär steppte, wurde auch das Gros der Seehäuser Besucher richtig wach und feuerte das heimische Team an.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die beiden Schiedsrichterinnen aus Torgau und Dessau-Roßlau, die zuvor bereits das Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen geleitet hatten, auch in diesem Verbandsliga-Kreisderby der Männer einen ausgesprochen guten Eindruck machten. Unter anderem waren sie so schnell auf den Beinen, dass sie vielen männlichen Refereeduos Vorbild sein könnten.