Osterburg l  Gastgeber HSG Osterburg holte gegen die SG Seehausen durch einen 21:21-Remis einen nicht unbedingt erwarteten Zähler.

Am Sonnabend hat in der Frauen-Nordliga das Kreisderby HSG Osterburg gegen die SG Seehausen stattgefunden. Nach der deutlichen Hinspielniederlage wollte das Team aus Osterburg den Heimvorteil nutzen und begann sehr couragiert. Alina Ritter erzielte nach 26 Sekunden das 1:0 für die HSG.

Gäste führen zur Pause

Trotz besserer Torchancen der ausgeglichener besetzten Gäste (unter anderem drei verworfene Siebenmeter) konnte sich in der ersten Hälfte zunächst kein Team um mehr als ein Tor absetzen, weil Linda Krüll im HSG-Tor einen ausgesprochen starken Tag erwischte und viele Bälle parierte. Durch Tore von Aimee Preuschoff und Madlen Moritz sicherte sich Seehausen eine verdiente 7:10 Pausenführung.

Über den Kampf ins Spiel

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten dann auch den Seehäusern, die in der Halbzeitansprache auf ihre spieltechnische Überlegenheit erinnert wurde. Innerhalb von fünf Minuten wurde der Vorsprung auf sechs Tore erhöht (8:14 durch Lara Bergemann). Dann jedoch wurde aus dem Spiel ein richtiges Derby. Die Mannschaft des HSG konterte die spielerische Überlegenheit der Seehäuser mit erhöhter Einsatzfreude. Da die Gäste in dieser Phase ihre Torchancen vergaben, konnte der Trefferabstand bis zur 43. Minute Tor um Tor verkürzt werden. Dabei steigerten sich die Osterburgerinnenn auch spielerisch, liefen mehrfach sehr gekonnt ein und verwandelten die Zuspiele in Treffer.

Beim 15:16 nahm Trainer Falk Preuschoff für die Gäste die überfällige Auszeit und versuchte die Gemüter wieder zu beruhigen und wieder die Grundordnung wiederherzustellen. Dies gelang jedoch kaum. Das Spiel wurde immer ruppiger und somit Derby-like. Leider verletzen sich in dieser Phase Isabell Bittner und Julia Steinke und konnten nicht weitermachen.

Hoffentlich sind sie nicht ernsthaft verletzt. 90 Sekunden vor Schluss versenkte Ivette-Katrin Kornak ihren sechsten Siebenmeter zum 21:20 für Osterburg. Damit führten alle sieben Siebenmeter der HSG zu Toren, Seehausens Team erzielte nur drei Tore aus acht Versuchen. Aimee Preuschoff gelang noch der verdiente 21:21-Ausgleich für Seehausen.

Doreen Metzlaff, die den Gastgeber erneut betreute, zog folgendes Spielfazit: „Wir haben alle zusammen Moral bewiesen und einen Sechstore-Rückstand aufgeholt. Einen großen Anteil hatte die erst 17-jährige Alina Ritter. Sie steigert sich von Spiel zu Spiel und gehört mittlerweile zu den Leistungsträgern.“

Statistik

HSG Osterburg: Linda Krüll - Elke Papendiek, Susann Müller (1), Christin Schumacher, Heidrun Rösler, Kathleen Nagel, Johanna König (5), Alina Ritter (6), Ivette-Katrin Kornak (9), Johanna Schott, Isabel Bittner.

SG Seehausen: Chantal Bartz, Sophie Bergemann - Julia Steinke (1), Saskia Mindermann (2), Madeline Minkwitz, Michele Kühn (2), Malene Sohst (1), Aimee Preuschoff (6), Madlen Moritz (8), Anna Kusch, Lara Bergemann (3).