Stendal l Äußerst klare Erfolge in eigenen Hallen haben die im Handball-Verbandsliga-Punktspieleinsatz befindlichen Männer der HSG Osterburg und des HV Lok Stendal gefeiert.

HSG Osterburg der Favorit

Die Mannschaft aus Osterburg war gegen die auswärtsschwachen Klein Oscherslebener der klare Favorit und setzten sich auch sehr souverän durch. Die Gäste wurden durch tempostarke HSG-Angriffe förmlich zerlegt.

Zur Halbzeitpause hatten die Biesestädter bereits zehn Treffer Vorsprung. Am Ende sprang ein 40:24-Kantersieg heraus. Damit bleiben die Osterburger klar der erste Verfolger von Spitzenreiter Glinder HV Eintracht.

Glinder HV Eintracht siegt knapp

Der Tabellenführer gewann gegen das Schlusslicht Germania Borne übrigens nur 34:32, spielte diesmal offensichtlich auf Ergebnis.

Das wollten die Stendaler in ihrem Heimspiel gegen den HSV 2000 Zerbst absolut nicht riskieren. Sie waren vom Trainerduo Frank Ziekau/Jörg Schulze gänzlich anders instruiert worden.

HV Lok Stendal auf Spionage-Tour

Ziekau war am 17. Februar in der Sekundarschulhalle Besucher der Begegnung HSG Osterburg gegen Zerbst. Die „Spionage“ lohnte sich, denn besonders Zerbst-Torjäger Sebastian Daudert beeindruckte ihn als Spiellenker wie Torschütze. Schließlich nimmt Daudert in der Verbandsliga-Torschützenliste mit 199 Treffern den zweiten Platz ein.

Im Spiel in Stendal wurde Daudert durch Robert Stephan von vornherein pressgedeckt. Insgesamt warf er in Stendal dennoch satte 13 Tore, davon aber neun per Siebenmeter.

Er wurde also weitestgehend aus dem Spiel genommen. „Dadurch hatten wir praktisch eine 5:1-Deckung statt der ansonsten üblichen 6:0. Zu Beginn gab es deshalb einige Gewöhnungsprobleme“, so Ziekau nach dem Zerbst-Match.

Ansonsten waren Schulze und er mit dem Auftritt ihrer Mannschaft sehr zufrieden: „Wir wollten auf keinen Fall in den Abstiegsstrudel geraten, haben uns ganz gezielt auf dieses Spiel vorbereitet. Jetzt haben wir auf den ersten Abstiegsplatz fünf Punkte Abstand. Natürlich müssen wir weitere Punkte holen, um sicher zu gehen. Zum Beispiel zu Hause gegen Güsen und Klein Oschersleben.“