Seehausen l In der Handball-Verbandsliga haben sich Wacker Westeregeln und die SG Seehausen nach dramatischen 60 Minuten 27:27 (13:9) getrennt. Die Gäste waren zwar favorisiert, haben dieses Unentschieden aber als Punktgewinn gewertet.

SGS-Trainer Frank Leo : „Wir haben eine grottenschlechte erste Halbzeit im Angriff gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir auf eine 5:1-Deckung umgestellt mit Arne Wernecke als vorgezogenen Spieler und sind viele Konter gelaufen. Am Ende kann man von einem Punktgewinn sprechen.“

Gastgeber kämpft um den Klassenerhalt.

Das Zustandekommen des Resultats war dabei durchaus dramatisch. Es waren noch drei Sekunden zu spielen, Westeregeln lag mit einem Tor zurück, als Christian Jakobi für die Gastgeber einen Siebenmeter herausholte.

Florian Kuhle trat an die Linie und versenkte den Ball zum Ausgleich in den Maschen.

Underdog überrascht

Zuvor lieferte der Underdog ein starke Partie. Einen 1:4-Rückstand (6.) drehten die Westeregelner in eine 7:4-Führung (19.), führten zur Halbzeit komfortabel mit 13:9 und setzten sich in Spielminute 43 sogar auf 20:14 ab.

Erst dann holte der Favorit aus Seehausen nochmal aus und bog die Partie beinahe noch um. Folgerichtig überlegte nicht nur Wacker-Trainer René Loewe nach dem Spiel, wie der Punktgewinn zu bewerten ist. Einen Zähler gewonnen oder einen Sieg verschenkt? „Das bleibt eine schwierige Frage. Natürlich ist es schade nicht gewonnen zu haben, aber wir freuen uns über den Punktgewinn“, so Loewe.

Vor allem weil Westeregeln im Spielverlauf mit Nicklas Christoph, Marcel Pufahl und Dustin Tiefert drei Spieler mit Verletzungen verlor, wertete der Coach das Unentschieden positiv. Gejubelt wurde aber nur verhalten. „Die Jungs waren fertig und platt. Sie haben alles gegeben“, honorierte der Trainer. Doch nicht nur mit der Einsatzbereitschaft seines Teams war Loewe zufrieden. „Wir hatten eine gute Abwehr und haben vorne geduldig und mit viel Überzeugung agiert“, so Loewe.