Stendal l Er wird von vielen Stendalern zum Laufen, Walken oder für Spaziergänge genutzt. Wie habe ich das gehasst, wenn mein Sportlehrer an der POS Feliks-Dzierzynski zur Runde um den Stadtsee rauspfiff.

Mannschaftssport ja, aber laufen und das auf Zeit, das ging gar nicht. Als es dann die 3000 Meter wurden, war das Thema Laufen für mich unten durch.

Laufen im Schulsport war eine Qual

Ich konnte es einfach nicht und habe regelmäßig meine Fünf abgeholt. Mein Lehrer war Wolfgang Stock, ehemaliger Lok-Kicker. Der schaffte es, einen über den halben See hinweg auch mal „anzufeuern“.

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Ich war dann brav und habe meine Runde mit Ach und Krach beendet. Meine Frau berichtet dagegen immer noch mit viel Schalk in den Augen, wie sie die Runde mit ihren Freundinnen zu absolvieren pflegte. „An der Seeterrasse hatte immer die Eisdiele offen. Wir hatten Geld für ein kleines Softeis dabei“, sagt sie.

Und mir schleicht sich der Verdacht auf, dass ich da vielleicht was falsch gemacht habe.

Auf der Seerunde einfach ein Eis geholt

Aber mein Respekt vor den Lehrkräften war damals einfach zu groß. Das hätte ich mir nie erlaubt.

Heute mag ich die Runde um den See sehr, so wie viele andere auch. Ich laufe nicht, ich walke. Hin zum See, drei Runden herum und zurück sind gut sieben Kilometer und dauern genau eine Stunde.

Platz ist da genug. Man kommt sich garantiert nicht zu nah und Ausdauersport ist jetzt für jeden wichtig und auch ausdrücklich als ein Grund genannt, zu dem man seine Wohnung verlassen darf, wenn eine allgemeine Ausgangssperre gilt.

See wird als Laufstrecke genutzt

Viele Sportler nutzen den See als Laufstrecke, lassen das Auto stehen, fahren nicht extra in den Stadtforst. Schnell hin und zurück. Wie sich die Seerunde für ein erweitertes Lauftraining nutzen lässt, machten vor einigen Tagen John Ziesmann und Florian Klukas vor. John Ziesmann steht sonst beim Landesligisten Möringer SV im Tor.

Kurze Sprints den Stadtseeberg hinauf

Florian „Klacki“ Klukas kickt für Medizin Uchtspringe in der Landeklasse. Beide haben die Jugend beim 1. FC Lok Stendal durchlaufen. Sie drehten ihre Runden um den See und unterbrachen sie für kurze Sprints den Stadtseeberg hinauf. Wechselsteigerungsläufe sind gut, kurze Antritte mit leichter Steigung sind natürlich besser. Eine gute Idee! Anders unterwegs dagegen war Kirsten Matschkus. Die bekannte Fußballerin und jetzige Trainerin der Verbandsliga-Frauen von Medizin Uchtspringe walkt um den See. Dabei nutzt sie alle Gegebenheiten, um verschiedene Übungen zu absolvieren. So wird aus der 1752 Meter langen Strecke praktisch ein Hindernisparcours. Viele andere joggen und gehen einfach spazieren.

Eigentlich mag ich die Runde um den See nicht nur, ich liebe sie.

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