Stendal l Die Art und Weise, wie er das machte, sorgte auch für Aufsehen. Bereits am vorletzten Rennwochenende machte er den Titel perfekt. Damit setzte er einer durchwachsenen Saison am Ende doch noch das Sahnehäubchen auf.

Sportliche Alternativen gesucht

Kartenberg hatte sich schon vor einigen Jahren neben dem Motocross sportliche Alternativen gesucht. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass die vielen Jahre harter Leistungssport mit etlichen Verletzungen und Operationen ihren Tribut forderten.

So fuhr er einige Jahre recht erfolgreich beim Supermoto mit. In diesem Jahr fragte ihn sein Rennstall-Chef Thomas Bauerschmidt, ob er nicht beim Cross Country mitfahren wolle. „Das hat mir eigentlich nicht so gepasst, denn das sind normalerweise sehr lange Rennen über zwei Stunden. Aber als ich hörte, dass es jetzt eine neue Sprintwertung geben solle, fand ich das ganz gut“, sagt Kartenberg.

Cross Country ist beliebt

Cross Country-Rennen gibt es seit einigen Jahren in Deutschland und erfreuen sich großer Beliebtheit. Allein gibt es sie im weiten Umkreis der Altmark nicht.

Der nächste Veranstaltungsort ist das thüringische Triptis. Dort bestritt Kartenberg auch sein erstes Rennen Ende April. Er setzte sich bei dem Rennen, das 40 Minuten dauert, schnell an die Spitze und gewann.

Verletzungspech bei Kartenberg

Parallel wollte Kartenberg auch wieder bei den ADAC MX Masters angreifen. Doch dann schlug bei ihm die Defekthexe zu. Erst brach er sich im Mai die Hand und im Juni dann den Fuß. Mit diesen Verletzungen war eine Teilnahme bei den MX Masters nicht denkbar. Dazu sind die Anforderungen an die Physis da zu hoch. Beim Cross Country ging es. „Zwar hatte ich auch Schmerzen, aber ich musste immer nur ein Rennen fahren und das habe ich ausgehalten“, so der Crosser, der es in über 20 Jahren auf dem Bike gelernt hat, mit Verletzungen professionell umzugehen.

So biss er die Zähne zusammen und machte bereits im vorletzten Rennen den Deckel auf die Saison. Der Titel passt Kartenberg auch für die kleine Jubiläumsfeier an Weihnachten gut. Genau vor 25 Jahren begann der kleine Michi damals mit dem Motorsport.

Mit großem Engagement arbeitet er bei allem aktiven Motorsport auch immer an seinem beruflichen Vorankommen.

Motocross-Schule

Für den studierten Betriebswirt geht die Arbeit während und nach der Saison mit seiner Motocross-Schule parallel zum Sport weiter. Inzwischen hat seine 477MxSchool in Insiderkreisen eine guten Bekanntheitsgrad erreicht. Mit ihr hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Er organisiert viele Lehrgänge und betreut einige Piloten individuell, um sie auf ein höheres Level zu bringen.

Nachdem er im Herbst einige Blessuren auskuriert hat und derzeit an der Form für die nächsten Rennen arbeitet, plant er schon wieder die neue Saison. „Ich möchte auf jeden Fall wieder bei den MX Masters angreifen“, sagt er. Darüber hinaus sind für seine Schule wieder viele Lehrgänge geplant. Eine Reise im Februar in die USA steht ebenfalls auf den Plan.

Den Titel im Cross Country will er natürlich auch verteidigen, das versteht sich von selbst.