Stendal l  Doch warum sollte man Mitglied im Verein werden? Ringen ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Der RSV Stendal 07 nimmt mit seinen Sportlern bei vielen Turnieren und Meisterschaften teil. Doch warum nehmen die Mitglieder diese Strapazen auf sich?

Vereinsleben im Mittelpunkt

„Ringen ist toll, weil man sich aktiv betätigen kann“, so beantwortet lächelnd Marius Potas diese Frage. Der Nachwuchsathlet trainiert bereits seit mehreren Jahren beim RSV. Natürlich gehört für ihn das Training zum Ringen dazu, wo er seine Kraft rauslassen und etwas Schönes lernen kann. „Es ist super, dass ich mit meinen Trainingskameraden etwas zusammen machen kann“, fügt Potas an. Hiermit meint er auch die Vereinsfeste, die Ferienfreizeit und die Turniere.

Manuela Potas, die Mutter von Marius, benötigt einen Moment, um ihre Begeisterung für das Ringen in Worte fassen zu können: „Marius hat durch das Ringen nach der Schule eine vernünftige Beschäftigung. Außerdem lernt er Fairness und den Umgang mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für das Leben.“ Im RSV Stendal 07 sind alle Mitglieder durch das Ringen verbunden. Menschen mit verschiedener Herkunft erreichen gemeinsam Erfolge.

Genau darauf spielt auch Rainer Stoll an. Er ist stellvertretender Vorsitzender des RSV Stendal 07: „Zusammenhalt, gemeinsame sportliche Aktivitäten und ein offenes Miteinander – all das gehört für uns zum Verein dazu. Man fühlt sich einfach gut aufgehoben.“ Und so entstehen auch außerhalb des Trainings Freundschaften.

„Wenn eines unserer Mitglieder Hilfe beim Umzug oder Ähnliches braucht, sind sofort mehrere bereit zu helfen“, ist Stoll auch ein bisschen stolz. Der Beweis dafür sind sowohl die Eltern von Sportlern, die jetzt Mitglied im Verein sind, als auch die Kinder von Sportlern, die auch Mitglieder werden.

Beim Training Spiele in einzelnen Teams

Für Trainer Mario Klitsch ist klar: „Das Ringen hat mich erwachsen gemacht. Das Training, die Wettkämpfe und das Zusammensein mit anderen, hat mich selbstbewusster gemacht.“

In den Trainingsguppen gibt es immer wieder Spiele in einzelnen Teams, die Sportler unterstützen sich gegenseitig bei Turnieren und fiebern sogar mit. Und sogar durch eine Niederlage kann man viel dazulernen.

Schnuppertraining ist möglich

Der RSV Stendal 07 bietet allen Interessierten die Chance, das Ringen bei einem kostenlosen Schnuppertraining kennen zu lernen. Wer seine normalen Sportsachen mitbringt, kann gleich einsteigen. Das Ringerzentrum befindet sich in der Erich-Weinert-Straße (hinter dem Arbeitsamt) in Stendal. Die Kids (5 bis 8 Jahre) trainieren unter der Anleitung von Mario Klitsch und Mario Paulsen jeden Donnerstag ab 15. August von 16 bis 18 Uhr. Die Kinder und Jugendlichen werden von Dirk Müller und Thomas Schulz betreut.

Am besten kommen Anfänger am Freitag ab 17 Uhr vorbei. Die Trainingsgruppe der Männer und Frauen bietet am Montag, Mittwoch und Freitag die Chance zum Reinschnuppern - einfach ab 19 Uhr vorbeikommen.

Mädchen und Frauen sind natürlich auch gern gesehen. Immerhin gewinnen die Frauen mittlerweile viele Medaillen für Deutschland bei internationalen Wettkämpfen. Weitere Informationen unter: www.ringen-stendal.de.