Stendal l Der Einladung waren Schwimmerinnen und Schwimmer aus neun Vereinen Sachsen-Anhalts und Brandenburgs gefolgt. Insgesamt gingen 140 Athleten in den 18 Einzelwettkämpfen und zwei Staffelwettbewerben an den Start.

Die gastgebenden Wasserfreunde konnten ihre Wettkämpfe dabei sehr erfolgreich gestalten, insgesamt erreichten sie 11 erste Plätze, gewannen 14 Silbermedaillen und 13 Mal reichte es für den Bronzerang. Auch eine Staffel konnte den dritten Platz erringen.

Ziem steht ganz oben

Herausragende Leistungen zeigte Junes Seidemann (Jg. 2005). Bei seinen vier Starts konnte er jeweils eine Goldmedaille erschwimmen. Dabei verbesserte er auf allen Strecken seine bisherigen Bestzeiten, besonders deutlich über die 200 m Lagen um 10 Sekunden auf 2:53,23 Minuten.

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Maja Krone (Jg. 2004) holte zwei goldene Medaillen, einmal Silber und eine bronzene kamen noch hinzu. Auch sie verbesserte sich über die 200 m Lagen deutlich auf 3:08,43. Aber auch die Bestzeit über 100 m Freistil von 1:15,95 ließ ihre Trainerin Angela Westendorf aufhorchen. Ihr erst vor vier Wochen in Schönebeck aufgestellter Rekord war fast zwei Sekunden langsamer.

Frans Ziem (Jg. 2000) stand über 100 m Rücken ganz oben auf dem Siegerpodest. Drei zweite Plätze wurden dann noch mit der Silbermedaille belohnt. Auch er verbesserte sich über die 100m Schmetterling und Freistil jeweils um eine Sekunde.

Lucas Gutjahr (Jg. 2003) steigerte sich über 100 m Freistil seine Bestmarke wiederum. Seine erst im Februar aufgestellte Bestzeit unterbot er dabei um mehr als eine Sekunde und schaffte 1:01,97. Mit dieser tolle Zeit erreichte am Ende in einem sehr starken Starterfeld seiner Altersklasse einen tollen ersten Platz. Zweiter wurde er dann noch über die 100 m Rücken und die 200 m Lagen.

Caroline Müller holt Rang drei

Ina Pecker (Jg. 2002) gewann mit einer neuen Bestzeit von 3:11,64 über die 200 m Lagen die Silbermedaille. Bronzemedaillen über 100 m Brust und 100 m Freistil kamen bei ihr noch hinzu.

Richard Dall (Jg. 2006) verbesserte seinen persönlichen Rekord über 50 m Brust um knapp drei Sekunden auf 0:50,81 und konnte dafür eine goldene Medaille mit nach Hause nehmen. Aber auch über die 50 m Rücken und Freistil erschwamm er neue Bestzeiten und erreichte jeweils den dritten Platz.

Caroline Müller (Jg. 2007) holte über die 50 m Rücken in neuer Bestzeit von 0:47,10 einen dritten Rang. Gegen sehr starke Konkurrenz errang sie über 50 m Schmetterling und 50 m Freistil gute fünfte Plätze .

Sidorf schwimmt zu Silber

Vivien Sidorf (Jg. 2005), die von einer Grippe geschwächt an den Start ging, schaffte es trotzdem drei Mal auf den zweiten Platz zu schwimmen. In Bestform wäre für sie sicher mehr drin gewesen.

Ben-Alan Teschner (Jg. 2007) und Anna Nieber (Jg. 2004) belohnte ihren Trainingsfleiß der letzten Wochen ebenfalls mit je einer Silbermedaille. Auch sie steigerten über mehrere Strecken ihre persönlichen Bestmarken.

Bennet Schreiber (Jg. 2003) erreichte über 100 m Brust 1:23,72, was einen neuen Hausrekord bedeutete und ihm eine Goldmedaille einbrachte. Über 100 m Rücken erschwamm er einen dritten Platz. Seine überzeugendste Leistung waren aber die 200 m Lagen, wo er sich um satte vier Sekunden verbesserte, Leider erreichte er damit nur den undankbaren vierten Platz.

Fynn Benzel mit Bestzeit

Michael Jüstel, eigentlich schon zu den Masters gehörend, startete über 100 m Brust. In einer Zeit von 1:30,80 schlug er an und gewann eine Bronzemedaille. Ebenfalls tolle Leistungen zeigte Fynn Benzel (Jg. 2005), der bei drei Starts immer neue Bestzeiten schwamm. Einen Bronzeplatz erreichte er etwas überraschend über 100 m Brust. Tim Nikolka (Jg. 2004) erlangte mit seinem fünften Rang über 100 m Brust ebenfalls eine neue Bestmarke e. Auch Malin Gladis (Jg. 2004) verbesserte ihre Zeiten über 100 m Brust und 100 m Freistil deutlich, auch wenn dies leider nicht für die Medaillenränge reichte. In der 4 x 50 m Lagen-Staffel der Jahrgänge 2006-2009 erreichte die Stendaler Mannschaft mit Caroline Müller, Tia-Mara Wegener, Ben-Alan Teschner und Richard Dall einen tollen dritten Platz, wobei Richard einen hauchdünnen Vorsprung bis ins Ziel verteidigte.

In der Pokalwertung gelang es den Schwimmerinnen der SG Einheit Rathenow bereits zum zweiten Mal in Folge, den Wanderpokal zu erringen. Bei den männlichen Schwimmern nahm der SC Magdeburg den Pokal mit in die Landeshauptstatt mit.

Am Ende des Tages waren dann alle sichtlich zufrieden, die Trainer und Athleten mit den erreichten Ergebnissen, der Vorstand der Wasserfreunde mit dem gut organisierten und störungsfrei verlaufenen Wettbewerb. Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen fleißigen Helfern, die das ermöglicht haben, dem Team des AltOa Freizeitbades für die tatkräftige Unterstützung und dem Team der Gastronomie AltOa, das das Kampfgericht und die zahlreichen Gäste bestens versorgte.