Leuna/Stendal l Gewinner und doch Verlierer. Die Einheit-Herren 30 haben zwar das direkte Meisterschaftsduell gewonnen, doch der knappe Sieg reichte nicht, um den TSV Leuna zu überholen.

Für die SG Einheit Stendal steht in der Landesoberliga Herren 30 damit nur noch der Kampf um die Vize-Meisterschaft an. In der Ostliga haben die Einheit-Damen 50 beim Magdeburger TC Germania die Saison mit einer 1:8-Niederlage beschlossen.

Landesoberliga Herren 30

TSV Leuna - Einheit Stendal 4:5

Das Einheit-Sextett hätte mit mindestens fünf Punkten Differenz gegen den neuen Meister gewinnen müssen, um sich die Chance auf den Titel vor dem letzten Spieltag zu bewahren. Einheit rüstete für dieses Spiel auf, trat mit drei Tschechen an, doch scheiterte mit dem eigenen Plan nach einem knappen 5:4-Erfolg gegen den TSV Leuna. „Wir haben nochmal alles versucht, waren aber nicht stark genug, um höher zu gewinnen“, zeigte sich Kapitän Carsten Zeihn vom gescheiterten Befreiungsschlag enttäuscht.

Dabei begann die Partie vielsprechend. Die tschechischen Gastspieler Frantisek Sysel und Martin Holis punkteten sicher, gewannen deutlich in zwei Sätzen und brachten Einheit in der ersten Einzelrunde mit zwei Punkten in Führung. Zeitgleich gewann auch Stephan Zeihn den ersten Satz, verlor danach aber den Faden und musste sich noch 6:4, 2:6, 1:6 geschlagen geben. „Das war für uns ein Stimmungskiller, da der Punkt dringend benötigt wurde“, wusste auch Bruder Carsten um den Stellenwert des Einzels.

Als im Anschluss der angeschlagene Michael Seeber unterlag und Tomas Burger punktete, lag der Druck auf den Schultern von Kapitän Zeihn, um die Chance auf den Titel am Leben zu erhalten. Doch die Last wog zu schwer. Neben vielen ungewohnten Fehlern, zeigte sich Kontrahent Gille sehr kampfstark, gewann das Einzel mit 6:3, 6:3 und ließ damit auch die Stendaler Titelträume platzen. „Wir wollten danach zumindest noch den Sieg erspielen“, so Zeihn. Mit Erfolg, denn die Paarungen Sysel/Burger und Holis/Carsten Zeihn gewannen in zwei Sätzen.

Statistik

TSV Leuna - SG Einheit Stendal 4:5

Einzel: Jentsch - Seeber 6:0, 6:0; Riesing - Sysel 1:6, 0:6; Gattner - Burger 1:6, 2:6; Flier - Holis 0:6, 0:6; Gille - Zeihn, C. 6:3, 6:3; Töpfer - Zeihn,S. 4:6, 6:2, 6:1

Doppel: Jentsch/Riesing - Sysel/Burger 1:6, 6:7; Gattner/Flier - Seeber/Zeihn,S. 6:3, 6:2; Gille/Töpfer - Holis/Zeihn, C. 2:6, 0:6

Ostliga Damen 50

MTC Germania - E. Stendal 8:1

Der Abstieg aus der Ostliga war bereits vor dem Spiel beim Magdeburger TC Germania besiegelt. Für die SG Einheit Stendal ging es nur noch darum, einen versöhnlichen Abschluss der Saison zu erspielen.

„Bringen wir das Ostliga-Abenteuer gut zu Ende“, stimmte sich die Mannschaft noch mit positiven Worten ein, wurde danach aber auf den harten Boden der Wirklichkeit zurückgeholt.

Ohne Elke Thele und Birgit Seeber stand die Mannschaft bereits nach den Einzeln mit leeren Händen da, konnte nur durch Beate Goroncy einen Satzgewinn verbuchen und musste vor den Doppeln schon die Niederlage anerkennen. Doch die Einheit-Damen gaben sich nicht auf, zeigten sich in den Doppeln kampfstark und wurden mit einem Ehrenpunkt belohnt.

Monika Hundt und Heidi Schimmelpfennig drehten im Spitzendoppel nach 1:6-Satzverlust die Partie, gewannen den zweiten Satz mit 6:4 und auch den folgenden Match-Tiebreak mit 10:4. „Der Ehrenpunkt war wichtig für die Moral, so Mannschaftsführerin Bärbel Grammig in einer kurzen Matchanalyse.

Statistik

Magdeburger TC Germania - Einheit Stendal 8:1

Einzel: Lenk - Lange 3:1 Aufgabe Lange; Emmrich - Hundt 6:1, 6:2; Köppke - Grammig 6:1, 6:3; Nadge - Schimmelpfennig 6:3, 6:0; Hannemann - Goroncy 6:3, 2:6, 10:5; Theel - Kaupke 6:0, 6:0

Doppel: Lenk/Nadge - Hundt/Schimmelpfennig 6:1, 4:6, 4:10; Emmrich/Köppke - Lange/Kaupke 6:1, 6:1; Theel/Blume - Grammig/Goroncy 6:3, 6:1