Von Reinhard Klar

Hötensleben/Oschersleben. Am Turniersieg der C-Junioren der JSG Wulferstedt/ Oscherslebener SC/VfB Oschersleben I in Hötensleben hatte Martin Rothämel im Tor der Kombinierten einen großen Anteil. Der 14-jährige Gymnasiast mit Gardemaß (1,83 Meter), der als Vierjähriger beim VfB Oschersleben zu trainieren begann, überzeugte mit einer starken Leistung und verhinderte mehrere Treffer.

Heino Stachel und Udo Ruthkowski, die Trainer und Betreuer der C-Junioren, bestätigen ihm Talent und sind wie andere im Umfeld auch auf seine weitere Entwicklung gespannt. In einem Gespräch mit der Volksstimme nannte Martin seine Stärken, vergaß aber auch nicht zu erwähnen, welche Schwächen noch überwunden werden müssen. Er verwies weiter darauf, dass er seine vorherigen Trainer Klaus-Peter Zastrow, Jürgen Pommerenke und Karl-Heinz Geßner in guter Erinnerung habe. Seine Eltern, Daniela und Karsten Rothämel, nehmen regen Anteil an seiner Persönlichkeitsentwicklung, fördern und unterstützen ihn.

Wandelt Martin Rothämel auf den Spuren seines Opas? Erinnern Sie , liebe Leser, sich noch an Karl-Heinz Knobbe? Der gehörte nämlich zu den besten Torhütern, die je aus der Bodestadt hervorgingen. Er stand im Tor der legendären Sonderjugend-Mannschaft von Lok Oschersleben, die 1955 Fünfter in der DDR-Juniorenmeisterschaft wurde. Als der SC Aufbau Magdeburg, der Vorgänger des 1. FCM, 1959 in die DDR-Oberliga aufstieg, gehörte Knobbe als Torwart zum Spielerkader. Später spielte er noch bei Lok Halberstadt in der DDR-Liga, ehe er nach Oschersleben zurückkehrte. Mit einer großartigen Leistung trug Karl-Heinz Knobbe 1965 dazu bei, dass Motor/Vorwärts Oschersleben 1965 den Bezirkspokal gewinnen konnte. Martin Rothämel kennt seinen Opa leider nicht persönlich, denn er verstarb bereits vor seiner Geburt.