Wanzleben l Empor Wanzleben trat zum „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Genthin ohne Stammkeeper Hinze an. Im Kasten stand, erneut mit viel Einsatz, Chris Ebert – leider nach dem Spiel zu emotional. Er sprach den Unparteiischen auf dessen Leistung an und sah dafür den Roten Karton.

Empor Wanzleben führt

Dabei begann es super für Empor: Niklas Thielemann wurde 20 Meter vor dem Tor wirklich unsanft von den Beinen geholt. Schon da hätte es Gelb geben müssen. Daniel Wallborn hämmerte das Leder in den Genthiner Kasten. Empor führte 1:0 und machte weiter Druck, kam zu Torchancen, die jedoch allesamt vergeben wurden. Die Gäste agierten überaus aggressiv, so hart, dass Daniel Wallborn bereits in der 22. Minute verletzt ausgewechselt werden musste – erneut ein herber Rückschlag für die Blau-Weißen.

In der 35. Minute konnte Empor hinten nicht klären. Tobias Thiede brachte das Leder vor das Tor und Glen Pinkernelle fälschte es in den eigenen Kasten ab. Der Gast setzte noch eins drauf und erhöhte zwei Minuten später durch Schache auf 1:2 (37.). Danach spielte nur noch Empor.

Borussia Genthin zieht sich zurück

Genthin verschleppte das Spiel, zog sich nach hinten zurück und versuchte durch Konter vor das Empor-Tor zu gelangen. Wanzleben hatte Chancen durch Althaus, Thielemann, Elling und Wischeropp. Sie alle scheiterten am Keeper der Gäste.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: die Heimelf griff zu ungestüm an und versiebte viele Chancen. Wie schon im ersten Abschnitt spielten die Gäste auf Zeit: da wurde der Ball weggeschlagen, ständig gefoult und diskutiert. Selbst hundertprozentige Chancen der Gastgeber wollten nicht den Weg ins Tor finden. Empor mühte sich, scheiterte jedoch an der eigenen Abschlussschwäche. Es bleibt nur noch die geringe Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Empor-Präsident Rüdiger Petrasch zu den harten englischen Wochen: „Es geht einfach nicht mehr. Das hat mit Amateursport nichts mehr zu tun. So macht man den Volkssport kaputt. In zwölf Tagen hatte Empor fünf Pflichtspiele zu absolvieren. Da weinen die großen Clubs schon, wenn sie nach drei Tagen wieder spielen müssen. Hier geht alles. Und wenn man es ablehnt, dann gibt es satte Strafen. Da fragt man sich: Wie soll das weiter gehen? Wir müssen pünktlich zur WM durch sein. Logisch, bei Empor spielen mehrere Nationalspieler, die zur WM müssen.“

Empor Wanzleben: Ebert - Pinkernelle, M. Feldheim (71. K. Liehr), Wiegel, Neuendorf, Thielemann (83. T. Liehr), Elling, Althaus, Wischeropp, Elling, Hilgenberg, Wallborn (22. Helbig)

Torfolge: 1:0 Daniel Wallborn (5.), 1:1 Glen Pinkernelle (35. Eigentor), 2:1 Patrice Schache (37.)

Zuschauer: 57; Schiedsrichter: Steffen Look (Barleben); Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Wanzlebens Chris Ebert (90.+ 6)