Langenweddingen l Das Spiel zwischen dem SV Langenweddingen und der SG Kühnau wird den Gastgebern noch lange im Gedächtnis bleiben. Das Endergebnis war in Anbetracht des Achillessehnenrisses von Carlo Bzdok und der Personalknappheit, die sogar dazu führte, dass Vater und Sohn Friedl gemeinsam spielten, völlig nebensächlich.

„Kurz haben wir uns nach dem Abpfiff geärgert, dass wir so knapp verloren haben. Aber danach überwog eigentlich der Stolz, dass wir mit dieser Personaldecke trotzdem so viel Willen und Kampfstärke gezeigt haben“, zog Trainer Christian Stark sein Resümee nach der 32:34-Niederlage.

Aufstellung sorgt für Staunen

Ein Blick auf die Aufstellung des SV Langenweddingen sorgte für Staunen: Keeper Andreas Wisotzky musste als Feldspieler ran, Steffen Lange und Ingo Friedl wurden reaktiviert. Alle drei trugen sich sogar in die Torschützenliste ein. „Steffen Lange haben wir praktisch vom Eis essen weggeholt und Ingo Friedl musste sich nach der Verletzung von Carlo Bzdok noch schnell das Trikot überziehen. Dass Vater und Sohn Friedl zusammen Handball spielen, gab es sicher noch nicht allzu oft. Aber die beiden haben gezeigt, wie es geht! Ingo hat Denny gut freigespielt und auch selbst getroffen“, sah Stark die positiven Seiten.

Eines überschattete aber den ganzen Handballabend: In der ersten Halbzeit riss bei Carlo Bzdok, der sich wie so oft eigentlich auch nur als Helfer in der Personalnot bereitgestellt hatte, die Achillessehne. „Für uns alle war das ein Schock. Er wurde am Montag gleich operiert“, so Stark, der Bzdok gemeinsam mit dem ganzen Team eine schnelle Genesung wünscht.

SV Langenweddingen: Böhm - C. Bzdok (1 Tor), Lange (1), R. Schult (7), Bollmann (4), Elschner, D. Friedl (7), Wisotzky (1), I. Friedl (1), Deutscher (10), Rohr; Siebenmeter: SV Langenweddingen 4/6, SG Kühnau 3/5; Zeitstrafen: SV Langenweddingen 7, SG Kühnau 5.