Langenweddingen l Mit einer 22:25-Niederlage im Topspiel gegen den SV Oebisfelde haben sich Langenweddingens Handballer für diese Saison vermutlich endgültig aus dem Medaillenrennen verabschiedet.

SV Langenweddingen schlägt sich selbst

Die Gäste aus dem Norden des Landkreises Börde machten ihre Ankündigung, sich für die Hinspielpleite zu revanchieren, wie im Vorjahr wahr. Geschlagen hat der SV Langenweddingen sich aber letztlich selbst – durch eine schlechte Chancenverwertung. 25 Gegentore gegen den Spitzenreiter der Liga sind kein schlechtes Ergebnis. Die nur 22 erzielten Treffer zeigen, wo es bei den Sülzetalern haperte: im Angriff! Vier verworfene Siebenmeter und dazu zwei, drei freie Würfe von Außen, die nicht im Netz landeten, waren gegen einen starken Gegner wie Oebisfelde zu viel.

„Es ist unser eigenes Verschulden. Wir haben ein besseres Ergebnis im Angriff verworfen. Wir wollten eigentlich mindestens zwei Punkte aus den Spitzenspielen holen. Nun haben wir keinen und sind nur noch Sechster. Ich hoffe, dass wir uns jetzt wenigstens noch anständig aus der Saison verabschieden“, zog der enttäuschte SVL-Trainer Christian Stark sein Fazit.

Spiel auf Augenhöhe

Auf der anderen Seite freute sich Coach Thomas Meinel über den Erfolg, mahnte aber auch: „Wir sind noch nicht durch, empfangen beispielsweise noch Calbe, Biederitz und den BSV Magdeburg und haben auch noch einige Auswärtspartien zu absolvieren, doch so wie sich die Mannschaft in Langenweddingen präsentiert hat, bin ich mir sicher, dass die Meisterschaft nur über uns geht. Wir müssen jedenfalls konzentriert am Ball bleiben.“

Die Langenweddinger liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Doch in der 15. Minute wendete sich das Blatt. Tobias Deutscher gelang der erste Ausgleich zum 5:5. Denny Friedl mit zwei verwandelten Siebenmetern und Florian Bethge sorgten in den folgenden drei Minuten sogar für eine 8:5-Führung des SV Langenweddingen.

Die Gäste reagierten mit einer Auszeit, die auch fruchtete, denn Oebisfelde glich zum 8:8 aus. Das Spiel blieb eng. Denny Friedl mit zwei Toren sorgte schließlich für eine knappe 12:11-Pausenführung seines Teams.

Verworfene Siebenmeter fehlen

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs verwarfen die Sülzetaler dann allerdings drei Siebenmeter. Die Oebisfelder legten bis zum 17:14 aus ihrer Sicht in der 46. Minute vor. Diesen Rückstand vermochten die Gastgeber nicht mehr aufzuholen. Aus dem Spiel heraus traf in der zweiten Halbzeit für den SV Langenweddingen bis zur 55. Minute (!) nur Erik Merkel.

So stand es schließlich fünf Minuten vor Ende der Spielzeit 17:21. Denny Friedl nahm sich in der Schlussphase nochmal ein Herz und konnte durch vier Treffer das Ergebnis im Rahmen halten. Für den letzten Langenweddinger Treffer sorgte Florian Bethge (22:24), ehe Oebisfeldes Alexander Vogel per Siebenmeter den Endstand besorgte.

SV Langenweddingen: Krüger, Wisotzky - Bzdok, Merkel (4 Tore), R. Schult (2), Bollmann (1), Friedl (9), Knorr, Bethge (4), Herrmann, Thürmer, Deutscher (2), St. Schult.

SV Oebisfelde: Schliephake (4), Götz, Koitek (4), Kamm (2), Vogel (4), Kalupke, Drese, Frenkel (4), Weis, Schroeter (1), Ost (6), D. Schliephake, Meichsner.

Siebenmeter: Langenweddingen 4/8; Oebisfelde 3/5.