Halberstadt (fbo) l Das Verbandsliga-Spiel beim TuS 1860 Magdeburg-Neustadt hat der VfB Germania Halberstadt mit 3:4 (3:3) verloren

Es war das erste Rückrundenspiel der Germanen. Im Gegensatz zum Gegner, der auf Grund des Kunstrasenplatzes schon vier Spiele mehr auf dem Konto hat, konnten die Gäste wegen des vielen Schnees im Vorharz bis dato noch kein einziges Spiel bestreiten.

Diese fehlende Spielpraxis führte auch dazu, dass die ersten zehn Minuten völlig an der Mannschaft vorbei liefen. Hinzu kam auch noch, dass die komplette Innenverteidigung fehlte und man schon im Vorfeld zu einigen Umstellungen gezwungen war. Jedoch sollte dies keine Entschuldigung sein, dass man schon nach zehn Minuten mit 0:3 zurücklag. Viele individuelle Fehler ermöglichten es den Gastgebern, immer wieder zu einfachen Torchancen zu kommen.

Dass man danach wieder einmal mit viel Kampfgeist zurückkam und nach zwanzig Minuten, sogar das 3:3 erzielte (drei Mal Maximilian Krumnow) zeigt die Moral, welche in der Mannschaft steckt.

Nach diesem furiosen Beginn verflachte das Spiel ein wenig, obwohl die größeren Chancen nun auf Seiten der Halberstädter waren. In der 50 Minute wurde eine sich in diesem Spiel immer wieder einschleichende Unaufmerksamkeit nach einer Ecke bestraft und man kassierte das 4:3. Wieder versuchten sich die Germanen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, aber diesmal sollte es nicht reichen, auch wenn man zahlreiche Chancen hatte. Diese wurden allesamt liegen gelassen.

Symptomatisch für den Spielverlauf war, dass am Ende ein reguläres Tor nicht gegeben wurde. Wieder war es Maximilian Krumnow, der nach einer Ecke auf das Tor schoss. Der Schuss wurde jedoch von einem Magdeburger mit der Hand geblockt, ging aber trotzdem ins Tor. Jedoch pfiff der Schiedsrichter diesen Vorteil ab und gab Rot gegen TuS und Elfmeter für den VfB. Den Strafstoß konnten die Halberstädter nicht verwerten - er landete am Pfosten.

Am Ende wäre dieser Punkt sicherlich verdient gewesen. Ganz klar geht es aber in den nächsten Spielen darum, die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft wieder zu stabilisieren, um selber wieder dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und nicht Rückständen hinterherzulaufen. Die nächsten Wochen werden zeigen, aus welchem Holz die Mannschaft wirklich geschnitzt ist, denn es gilt zu den normalen Punktspielen auch noch vier Spiele nachzuholen und wieder an Thalheim in der Tabelle vorbeizuziehen.

Am kommenden Sonntag steht dann erstmal ein Heimspiel gegen Union Sandersdorf auf dem Programm, bevor es danach zum nächsten schweren Auswärtsspiel zum Magdeburger SV Börde geht.

VfB Germania Halberstadt: Becker - Kanter, Jung, Hinze, Hellbach, Müller, Roggenbuck, Güttel, Krumnow, Krämer, Gruhle (Krause).