Statistik zum final4 im Deutschlandpokal

Halbfinale

UHC Weißenfels – UHC Döbeln 0612:3 (3:1, 3:1, 6:1)

Red Hocks Kaufering – Red Devils Wernigerode5:3 (2:2, 1:1, 2:0)

Endspiel

UHC Weißenfels – Red Hocks Kaufering9:5 (3:0, 4:2, 2:3)

Wernigerode l Die Red Devils hätten am vergangenen Sonnabend beim Final4 in Döbeln zum fünften Mal in Folge ins Pokalfinale einziehen können, doch der VfL Red Hocks Kaufering machte den Roten Teufeln im Duell der beiden Bundesliga-Spitzenteams einen gehörigen Strich durch diese Rechnung. Wie schon eine Woche zuvor bei den Playoffs zur Deutschen Meisterschaft, scheiterten die Devils im Halbfinale.

Bereits im Vorfeld hatten die Bayern Revanche für die beiden Niederlagen in der Viertelfinalserie der 1. Bundesliga gefordert – und ihre Ansprüche machten sie auch frühzeitig auf dem Parkett geltend. Bereits in der dritten Spielminute gingen Red Hocks aus Kaufering durch Julian Rüger in Führung. Die Red Devils blieben eine Antwort nicht schuldig, Eemeli Kyllönen glich Mitte des ersten Drittels zum 1:1 aus. Knapp vier Minuten später konterten die Bayern mit dem Treffer zum 2:1, den Juha-Pekka Kuittinen genau 16 Sekunden vor Drittel­ende erneut egalisierte.

Genauso ausgeglichen wie Durchgang eins präsentierte sich auch der zweite Spielabschnitt: Kaufering ging knapp vier Minuten nach Wiederanpfiff mit 3:2 in Führung, nur kurze Zeit später glich Nationalspieler Ramon Ibold für die Red Devils zum dritten Mal aus. Nach 40 gespielten Minuten war der Mannschaft von Trainer Gary Blume lediglich anzukreiden, dass die vorhandenen Chancen nicht konsequent genug genutzt wurden. Und genau das sollte am Ende auch bestraft werden.

Zu Beginn des Schlussdrittels ging der VfL Red Hocks Kaufering erneut mit 4:3 in Führung und legte knapp sieben Minuten vor der Schlusssirene sogar zum 5:3 nach. In der verbleibenden Spielzeit gelang es den Red Devils nicht, genügend Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen, klare Chancen zu kreiren und gefährliche Abschlüsse zu erzwingen. Selbst eine 6:5-Überzahlsituation in der Schlussphase brachte nicht den gewünschten Erfolg. Am Ende mussten sich die Harzer Floorballer dem Tabellensechsten der abgelaufenen Bundesliga-Saison mit 3:5 geschlagen geben und damit das bittere Pokalaus im Halbfinale hinnehmen.

Im zweiten Halbfinale hatte sich der haushohe Favorit und Serienmeister UHC Sparkasse Weißenfels gegen den gastgebenden Zweitligisten UHC Döbeln 06 souverän mit 12:3 durchgesetzt. Auch der VfL Red Hocks Kaufering konnte den Siegeszug des UHC Weißenfels nicht stoppen. Die Bayern unterlagen am Pfingstmontag dem in dieser Saison sowohl in den Punkt- als auch Pokalspielen noch unbesiegten UHC Weißenfels im Endspiel um den StenaLine-Deutschlandpokal mit 5:9. Damit konnten die souverän aufspielenden Weißenfelser ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Komplettiert wurde der Triumph des UHC Weißenfels vom Damenteam, das im Vorspiel mit einem 3:2-Erfolg über den MFBC Grimma den Deutschland-Pokal gewonnen hatte.

Red Devils: Jokela, Severin, Ecklebe - Einecke, Krupicka, Müller, Weiß, Ibold, Fiedler, Suske, Kuittinen, Krause, Kiikkala, Schmidt, Mertens, Zilling, Niederlein, Kyllönen;

Torfolge: 1:0 Julian Rüger (2:37), 1:1 Eemeli Kyllönen (9:35), 2:1 Julian Rüger (13:26), 2:2 Juha-Pekka Kuittinen (19:44), 3:2 Maximilian Falkenberger (23:46), 3:3 Ramon Ibold (27:01), 4:3 Dennis Häringer (41:17), 5:3 Andreas Finkenzeller (52:44).