Fast 160 Kinder und Jugendliche haben an der Landessportschule Osterburg ihre Landesmeister ermittelt.Erfolgreich vertreten war dabei auch der Landkreis Harz, dessen Sportlerinnen und Sportler fünf Goldmedaillen gewannen.

Osterburg l Beim ranghöchsten Turnier des Tischtennis Verbandes Sachsen-Anhalt (TTVSA) stellte der Landkreis Harz mit 25 Aktiven nicht nur die zahlenmäßig stärkste, sondern auch die erfolgreichste Kreis-Delegation. Schließlich wurden Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Harz an den beiden Wettkampftagen 13 Mal zur Ehrung auf das Siegerpodest gerufen.

Während die Medaillenausbeute der Harzer Tischtennis-Eleven am ersten Wettkampftag beim Jugend- und B-Schüler-Turnier mit zwei Gold- und zwei Bronzemedaille noch überschaubar war, sorgten die A- und C-Schüler tags darauf mit dreimal Gold, einmal Silber und sechsmal Bronze für einen wahren Medaillenregen.

Allen voran der Landesstützpunkt Quedlinburg, der mit 14 Teilnehmern den Löwenanteil der Aktiven aus dem Harzkreis stellte, gefolgt von der SG Stahl Blankenburg mit vier, dem Ballenstedter TTV und HTTC Wernigerode mit je zwei sowie dem HSV Wernigerode, dem Wernigeröder SV Rot-Weiß und Germania Halberstadt mit je einem Teilnehmer.

Im Jungen-Einzel (AK 15/18) verpasste der 14-jährige Alexander Pazdyka (Eintracht Quedlinburg) nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinale gegen Timon Christ (TTC Börde Magdeburg) ebenso den Sprung aufs Treppchen wie der Ex-Landesmeister Malte Draber (Stahl Blankenburg), der im Viertelfinale gegen den Hallenser Robin Raupach nach einer knappen Fünf-Satz-Niederlage ausschied.

Etwas überraschend erkämpfte hier der Quedlinburger Marcel Schütte Bronze, nachdem er den an zwei gesetzten Pascal Stumm (Aufbau Schwerz) ausschaltete, dann aber im Halbfinale ebenfalls an Christ scheiterte. In der Doppel-Konkurrenz indes drangen Pazdyka und Schütte bis ins Finale vor und schnappten hier den favorisierten Magdeburgern Reimann/Christ den Titel vor der Nase weg.

Im Mädchen-Einzel erreichte die für den HSV Wernigerode in der Verbandsliga startende Lisa Baatz zwar problemlos die Endrunde, scheiterte aber bereits im Viertelfinale überraschend deutlich gegen Lena Reckziegel (SSV Ahlsdorf).

Goldmedaillen für den HSV und den HTTC 09 Wernigerode

Besser lief es für Lisa Baatz im Doppel, wo sie an der Seite der souveränen neuen Einzel-Landesmeisterin Anna Maria Wilke (TTC Börde Magdeburg) zu Titelehren kam, nachdem beide im Finale gegen Hartung/Schlotter (Riestedt/Ahlsdorf) einen 4:8-Rückstand im fünften Satz noch zum Sieg drehen konnten. Mit der Ballenstedterin Henriette Gustke, die mit Theresa Hundt (Wacker Rottleberode) Bronze gewann, standen weitere Harzerinnen auf dem Siegerpodest.

Die Einzel-Konkurrenz der A-Schüler wurde erwartungsgemäß von Alexander Pazdyka dominiert. Der für Eintracht Quedlinburg in der Landesliga startende Titelverteidiger aus Siebigerode überstand die Gruppenphase ohne Satzverlust und hatte auch in der Endrunde keinen ernsthaften Gegner. Mit ihm kletterte Dennis Hesse (Stahl Blankenburg), der im Halbfinale Klaidas Baranauskas (DJK Biederitz) unterlag, als Drittplatzierter auf das Siegerpodest.

Im Doppel schieden Pazdyka/Bartel im Halbfinale nach einem spannenden Fünf-Satz-Krimi gegen Alexander Seil (HTTC Wernigerode) und Philipp Kleißl (TTV Klostermansfeld) aus. Alexander Seil, der im Einzel erst im Viertelfinale gegen Axel Kramer (Biederitz) ausschied, riss seinen Partner auch im Finale zu einer tollen Leistung mit. Beide erkämpften sich gegen das eingespielte Biederitzer Duo Baranauskas/Kramer in einem hochklassigen Match die Landesmeisterschaft.

Auch bei den C-Schülern erwiesen sich die Akteure aus dem Quedlinburger Landesstützpunkt als Medaillenhamster. Während sich Clara Hommers im Einzel mit der Goldmedaille schmücken konnte und im Doppel mit Isabelle Lütkemüller Bronze holte, erkämpften Justin Heagert und Hugo Brambeer Silber im Doppel und jeweils Bronze im Einzel.

Mit einer Bronzemedaille kehrte auch der Blankenburger Nils Heimann aus der Altmark zurück, die er mit dem Hallenser Robin Weber gewann, während er zuvor im Einzel die Endrunde als Gruppendritter verpasst hatte.

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