Wernigerode (mvo) l Die Red Devils haben den Einzug ins Playoff-Halbfinale gemeistert. Nach dem 7:2-Erfolg in der Vorwoche gelang vor heimischer Kulisse (261 Zuschauer) ein 5:4-Sieg, der die Viertelfinalserie nach zwei Begegnungen entschied. Im zweiten Viertelfinale gab es hingegen drei Duelle: Hier setzte sich am Ende der TV Lilienthal gegen den ETV Piranhhas Hamburg durch, der nun im Halbfinale auf den UHC Sparkasse Weißenfels trifft.

Die teuflischen Hausherren erwischten im Viertelfinal-Heimspiel einen guten Start: In der 4. Minute traf Samuli Grandlund zur 1:0-Führung, genau 61 Sekunden darauf erzielte Henry Isoksela das 2:0, wiederum nur 69 Sekunden später legte Vojta Krupicka zum 3:0 nach und schließlich erhöhte Sebastian Mennigke in der 10. Minute auf 4:0.

Beruhigt in die erste Pause

Alles sah bis dato nach einem klaren Erfolg aus. Doch Spiele in der Vergangenheit haben gezeigt, dass selbst eine komfortable Führung ganz schnell dahin schmelzen kann. Etwa drei Minuten vor Ende des ersten Drittels verkürzten die Gäste zum 4:1, doch alles in allem gingen die Red Devils beruhigt in die erste Pause. Auch im Verlauf des zweiten Drittels gab es keinen Anlass zur Unruhe. Nachwuchstalent Steven Kastner erzielte das erste Bundesligator in seiner jungen Karriere und DJK Holzbüttgen traf kurz vor Ende des Durchgangs zum 5:2.

Ein Überzahlspiel zu Beginn des dritten Drittels konnten die Red Devils nicht nutzen. Zwei darauf folgende Powerplay-Situationen blieben von den teuflischen Gastgebern ebenfalls ungenutzt, so dass Devils-Coach Gary Blume knapp acht Minuten vor Spielende „kochte“. Und es blieb emotional: In Unterzahl trafen die Gäste knapp siebeneinhalb Minuten vor dem Abpfiff zum 5:3. Das Spiel drohte keinesfalls zu kippen, aber die sich bietenden Chancen nutzten die Roten Teufel ihrerseits auch nicht. Folglich schlug 30 Sekunden vor Spielende der vierte Gegentreffer im Tor Wernigeröder ein, was zu diesem Zeitpunkt keine große Gefahr mehr darstellte.

Spannendes Duell

Mit einem knappen Sieg lösten die Red Devils in zwei Spielen das Halbfinal-Ticket und dürfen sich hier nun in einer Best-of-3-Serie mit dem MFBC Leipzig messen. Beide Teams standen sich zuletzt beim Final4 in einem packenden Halbfinale gegenüber, was nun auf ein ebenso spannendes Duell in den Meisterschafts-Playoffs hindeutet.

Statistik

Red Devils: Svampe, Brandt - Bothe, Krupicka, Trützschler, Ibold, Sundt, Bandrock, Mennigke, Mildner, Isoksela, Selzer, Zilling, Hellmund, Granlund, Kastner, Kortelainen;

Torfolge: 1:0 Samuli Granlund (03:07), 2:0 Henry Isoksela (04:08), 3:0 Vojta Krupicka (05:17), 4:0 Sebastian Mennigke (09:06), 4:1 Nils Hofferbert (17:14), 5:1 Steven Kastner (22:32), 5:2 Nils Hofferbert (39:02), 5:3 Simon Lange (52:27), 5:4 Essek Svåren (59:30).