Wernigerode l Nach vier Siegen in Folge setzte es für die Harzer mit dem 4:19 (0:6, 2:8, 2:5) beim Tabellenzweiten, MFBC Leipzig, eine deftige Packung.

Chancen sind nur noch theoretisch

Durch die höchste Saisonniederlage beim amtierenden Deutschen Meister MFBC Leipzig sind die Chancen der Red Devils, doch noch an den diesjährigen Playoffs teilzunehmen, vor dem letzten Pflichtspieltag der regulären Saison am kommenden Wochenende nur noch theoretischer Natur. Stattdessen gilt es für die Mannen um Trainer Ralf Lisiecki, im letzten Heimspiel der Bundesliga gegen die Berlin Rockets den siebten Tabellenplatz zu sichern und sich damit eine optimale Ausgangsposition für die Playdowns zu verschaffen.

Niederlage schon früh besiegelt

Im Auswärtsspiel beim MFBC Leipzig gerieten die Roten Teufel im ersten Drittel bereits aussichtlos mit 0:6 ins Hintertreffen. Im zweiten Spielabschnitt ließ die stärkste Offensive der Bundesliga acht weitere Treffer folgen. Einziger Lichtblick aus Harzer Sicht waren die beiden Tore von Paul Sundt, der den Ball zum zwischenzeitlichen 7:1 und 9:2 im MFBC-Kasten versenkte.

Auch im letzten Durchgang gelang es den Red Devils nicht, die guten Leistungen der vergangenen Wochen zu bestätigen. Zwar erzielten Sebastian Mennigke und Justin Tropschug zwei weitere Tore für die Harzer Floorballer, doch der MFBC Leipzig versenkte seinerseits den Lochball noch fünf weitere Male im Gehäuse der Devils und stellte mit dem 19:4-Sieg seine derzeitige Klasse unter Beweis.

Devils liegen auf Rang acht

„Am Ende fällt die Niederlage viel zu hoch aus. Wir haben insbesondere in der Defensive viele einfache Fehler gemacht und Leipzig schalten und walten lassen. Das darf uns in den kommenden Spielen so nicht noch einmal passieren“, bemängelte Devils-Coach Ralf Lisiecki. Nach der hohen Niederlage in der Messestadt rangieren die Red Devils vom WSV Rot-Weiß aktuell mit 17 Punkten auf Platz acht der Bundesliga-Tabelle. Die beiden besser platzierten Teams aus Hamburg und Kaufering (jeweils 19 Punkte) treffen am letzten Pflichtspieltag der regulären Saison im direkten Duell aufeinander. Somit besteht für die Wernigeröder die Chance, mit einem Heimsieg gegen die Berlin Rockets den siebten Tabellenplatz zu ergattern.

Dass dies keine leichte Aufgabe wird, hat das Hinspiel beim Tabellenschlusslicht hezeigt. Hier mussten sich die Red Devils nach spannendem Duell am Ende in der Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben. Dies soll nun am Sonnabend im Rückspiel deutlich besser laufen, um sich für die Playdowns die bestmögliche Ausgangsposition zu verschaffen.

Statistik

Red Devils: Nilsson, Stroinski - Bothe, Krupicka, Charlet, Sundt, Bandrock, Tropschug, Andersson, Mennigke, Selzer, Zilling, Kovalenko, Hellmund, S. Kastner;

Torfolge: 1:0 Paul Kretzschmar (5:54), 2:0 Michael Kunert (6:36), 3:0 Aleksi Juhani Tiilola (11:11), 4:0 Mark-Oliver Bothe (13:41), 5:0 Moritz Neustadt (16:43), 6:0 Aleksi Juhani Tiilola (18:34), 7:0 Erik Schuschwary (22:37), 7:1 Paul Sundt (23:18), 8:1 Ville Pousi (24:52), 9:1 Marco Gühlke (26:35), 9:2 Paul Sundt (32:05), 10:2, 11:2 Erik Schuschwary (34:36), 35:51), 12:2 Björn Hoppe (39:06), 13:2 Paul Kretzschmar (39:23), 14:2 Mark-Oliver Bothe (39:45), 15:2 Ville Pousi (44:05), 15:3 Sebastian Mennigke (49:51), 16:3 Erik Schuschwary (51:20), 17:3, 18:3 Ville Pousi (52:29, 54:58), 19:3 Mark-Oliver Bothe (57:32), 19:4 Justin-Leon Tropschug (58:48).