Wernigerode l Während das Bundesligateam das Ticket für die dritte Pokalrunde löste, bedeutete für die U23-Herren die Niederlage gegen die Baltic Storms das Pokals-Aus. Im Floorball stand die zweite Runde im Deutschland Pokal auf dem Programm. Während die Bundesliga-Reserve (U23) der Red Devils vor heimischer Kulisse die höherklassigen Baltic Storms (2. Bundesliga Nord/West) empfingen, musste das Harzer Bundesligateam beim PSV 90 Dessau (Regionalliga) ran. Am Ende zog nur das Bundesligateam der Roten Teufel in die nächste Pokalrunde ein.

Das diesjährige Pokalabenteuer begann für die Red Devils U23 vielversprechend. Lukas Kastner schoss die Gastgeber in der 7. Minute mit 1:0 in Führung, doch die Baltic Storms, eine Spielgemeinschaft aus Kiel und Neuwittenbek, legten im Verlauf des ersten Drittels zum 1:3 nach. Im zweiten Abschnitt blieb das Spiel mit zwei Toren auf jeder Seite weiterhin knapp und spannend, so dass nach 40 gespielten Minuten noch alles offen war. Im letzten Drittel fehlte dem dezimierten Kader der Wernigeröder ein wenig die Luft, so dass sich die Baltic Storms mit vier Toren in Folge eine 3:9-Führung heraus spielten.

Niederlage mit Hoffnung

Knapp zwölf Minuten vor dem Ende erzielte Marc Charlet, ein ehemaliger Spieler der Baltic Storms, der seit 1. September 2018 in der Abteilung Floorball des Wernigeröder Sportverein „Rot-Weiß“ ein Freiwilliges Soziales Jahr leistet, sein zweites Pflichtspieltor für die Red Devils in dieser Saison. Nach zwei weiteren Toren der Gäste erzielte Lukas Kastner seinen zweiten Treffer in diesem Spiel und besiegelte damit den Endstand von 5:9. Die U23-Herren der Red Devils verabschieden sich zwar mit einer Niederlage, aber dennoch einer kämpferischen Leistung aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb.

Für das Bundesligateam der Red Devils war das Weiterkommen in die nächste Pokalrunde als letztjähriger Finalist eine Pflichtaufgabe. Dennoch stellte der PSV 90 Dessau unter Beweis, dass er zu den stärksten Regionalligateams gehört und durchaus Ambitionen und auch die Qualität hat, um in Zukunft den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu meistern. Nach der 0:1-Führung durch Miro Kortelainen konnte Dessau zunächst zum 1:1 ausgleichen, doch im weiteren Verlauf des ersten Drittels legten nochmals Kortelainen und Sebastian Mennigke zum 1:3 nach.

Schlussphase mit viel Offensivspektakel

Auch in Durchgang zwei waren die Red Devils mit vier Toren die spielbestimmende Mannschaft, doch auch der Regionalligist erzielte zwei weitere Treffer. Die Entscheidung fiel letztlich im Schlussabschnitt, wo das Team von Spielertrainer Gary Blume, der selbst zum 5:11 traf, acht weitere Tore erzielte. Mit einem 15:6-Sieg zogen die Harzer Floorballer schließlich in die dritte Pokalrunde ein. Der Gegner der nächsten Runde wird bereits diesen Sonnabend im Zuge des Bundesliga-Heimspiels der Red Devils gegen den TV Lilienthal in der Stadtfeldhalle Wernigerode gelost. Die Wernigeröder hoffen auf einen attraktiven Gegner und ein Pokal-Heimspiel.

Statistik

PSV 90 Dessau – Red Devils Wernigerode 6:15 (1:3|2:4|3:8)

Red Devils: Bothe, Krupicka, Trützschler, Sundt, Blume, Bandrock, S. Mennigke, Mertens, Zilling, Hellmund, Granlund, Kastner, Kortelainen, Brandt;

Torfolge: 0:1 Miro Kortelainen (06:04), 1:1 Jeremy Beil (16:21), 1:2 Miro Kortelainen (17:08), 1:3 Sebastian Mennigke (19:57), 1:4 Samuli Granlund (21:07), 2:4 Sascha Marquardt (22:01), 2:5 Arian Trützschler (22:15), 3:5 Jeremy Beil (29:56), 3:6 Samuli Granlund (33:38), 3:7 Arian Trützschler (35:19), 3:8 Miro Kortelainen (41:53), 3:9 Vojta Krupicka (43:37), 4:9 Jeremy Beil (43:57), 4:10 Vojta Krupicka (44:54), 5:10 Martin Hoffmann (50:00), 5:11 Gary Blume (50:18), 5:12 Sebastian Mennigke (51:29), 5:13 Paul Sundt (13:29), 5:14 Miro Kortelainen (57:03), 6:14 Thilo Berger (58:28), 6:15 Miro Kortelainen (58:43);

Red Devils Wernigerode U23 – Baltic Storms 5:11 (1:3|2:2|2:6)

Red Devils U23: Wazlawek, Kovalenko, Kastner, Tropschug, Lisiecki, Hoffmeister, R. Mennigke, Compera, Weiß, Stroinski, Charlet;

Torfolge: 1:0 Lukas Kastner (06:38), 1:1 Fynn Traulsen (07:31), 1:2 Martin Jackson Kemper (13:57), 1:3 Fynn Traulsen (16:33), 2:3 Franz-Peter Hoffmeister (20:40), 2:4 Fabian Mieloch (31:06), 3:4 Artem Kovalenko (37:18), 3:5 Sven Traulsen (39:40), 3:6 Steffen Fuchs (40:16), 3:7 Steffen Fuchs (42:08), 3:8 Ruven Roediger (42:24), 3:9 Jonas Elia Axel Kirchhoff (44:23), 4:9 Marc Charlet (47:50), 4:10Ruven Roediger (49:24), 4:11 Martin Jackson Kemper (52:21), 5:11 Lukas Kastner (55:30).