Wernigerode l Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft müssen die Roten Teufel nun im Viertelfinale gegen DJK Holzbüttgen ran. Doch zuvor steht das „Final4“ im Deutschlandpokal an.

Knapp 300 Zuschauer waren in die Stadtfeldhalle gekommen, um das letzte Bundesliga-Pflichtspiel der Red Devils vor Beginn der Meisterschafts-Playoffs zu sehen. Die Harzer Floorballer empfingen am 18. Spieltag der regulären Saison mit den Floor Fighters Chemnitz das Tabellenschlusslicht. Das Ziel der Wernigeröder war klar: Mit einem Erfolgserlebnis sollte es in das bevorstehende „Final4“ um den Deutschlandpokal gehen.

Granlund und Krupicka treffsicher

Gesagt, getan: Die Roten Teufel gewannen ein 22-Tore-Festival, in dem wieder einmal der finnische Toptorschütze Samuli Granlund mit sieben Toren überzeugte. Auch Vojta Krupička hatte mit fünf Toren einen sensationellen Tag erwischt.

Beide Protagonisten sorgten bereits im ersten Drittel für entscheidende Akzente: Vojta Krupička eröffnete den Torrreigen (3.), Samuli Granlund verwandelte knapp drei Minuten später einen Penalty und legte kurz darauf zum 3:0 für Vojta Krupička auf. Den Schlusspunkt des Anfangs­drittels setzten die Floor Fighters mit ihrem ersten Treffer.

Im Schlussdrittel zündet der "Torturbo"

Im zweiten Durchgang trafen Miro Kortelainen und Samuli Granlund doppelt, nach 40 Minuten stand für die Devils eine 7:3-Führung zu Buche stand. Im Schlussdrittel zündeten die teuflischen Hausherren den „Torturbo“ richtig, sieben weitere Treffer, vier von Samuli Granlund und drei von Vojta Krupička, besiegelten den deutlichen Heimerfolg. Zwar kamen auch die Gäste im letzten Abschnitt zu fünf Toren, doch das gefährdete den 14:8-Sieg in keinster Weise.

Dank drei weiterer Punkte beendeten die Red Devils die reguläre Bundesliga-Saison nach 18 Spieltagen auf Platz drei. Während der UHC Weißenfels und der MFBC Leipzig als Spitzenreiter und Tabellenzweiter direkt für das Halbfinale qualifiziert sind, müssen die Harzer Floorballer zunächst im Playoff-Viertelfinale gegen die DJK Holzbüttgen (6.) ran. In einer „Best-of-three“-Serie steht die erste Partie am 16. März in Holzbüttgen auf dem Plan, am Wochenende darauf wird in der Stadtfeldhalle das zweite Duell (23. März) und das mögliche Entscheidungsspiel am Sonntag, 24. März, gespielt. Bei positivem Ausgang der Viertelfinalserie müssten die Red Devils im Halbfinale gegen den MFBC Leipzig spielen.

Bundesliga-Zweiter wartet im Pokal-Halbfinale

MFBC Leipzig heißt auch der Gegner am kommenden Sonnabend beim „Final4“ um den Deutschlandpokal. Um 20 Uhr müssen die Roten Teufel in der Sporthalle Brüderstraße im Pokal-Halbfinale gegen den Bundesliga-Zweiten antreten. Im anderen Halbfinale in der Messestadt stehen sich zuvor der TV Lilienthal und der UHC Weißenfels gegenüber. Sollten sich die Wernigeröder gegen Gastgeber Leipzig durchsetzen, winkt das Pokal-Finale, das am Sonntag um 16 Uhr in gleicher Halle gespielt wird.

An diesem Pokal-Wochenende wird es dann auch wieder auf Samuli Granlund ankommen, der mit seinen Toren an die Leistung gegen Chemnitz und der regulären Saison (50 Tore und 17 Vorlagen) anknüpfen will und mit den Red Devils vom Pokalsieg träumt.

Statistik

Red Devils: Svampe, Brandt, Ecklebe - Bothe, Krupicka, Trützschler, Ibold, Bandrock, Mennigke, Mildner, Selzer, Zilling, Hellmund, Granlund, Kastner, Kortelainen;

Torfolge: 1:0 Vojta Krupicka (2:22), 2:0 Samuli Granlund (5:45), 3:0 Vojta Krupicka (10:33), 3:1 Johann Uhlig (16:08), 4:1 Samuli Granlund (27:00), 4:2 Magnus-Ernst Scholz (27:18), 5:2, 6:2 Miro Kortelainen (28:22, 30:07), 7:2 Samuli Granlund (31:03), 7:3 Tim Sigmund (37:03), 8:3 Vojta Krupicka (40:22), 8:4 Hannes Langenstraß (43:07), 9:4 Samuli Granlund (43:39), 9:5 Gabriel Bonifacio (45:01), 9:6 Hannes Langenstraß (46:15), 10:6 Vojta Krupicka (49:15), 11:6 Samuli Granlund (50:22), 12:6 Vojta Krupicka (50:38), 12:7 Gabriel Bonifacio (55:10), 13:7 Samuli Granlund (56:01), 13:8 Jan Skopovy (57:16), 14:8 Samuli Granlund (59:10).